Friederike1
Hallo ihr Lieben, da ich eure Meinung und Eure Arbeit hier im Forum sehr schätze und schon viel davon profitiert habe, bin ich gespannt was ihr zu folgender Frage sagen könnt. Mein Sohn ist jetzt 18 Monate und wird noch nach Bedarf gestillt und stillt auch noch sehr sehr oft. Seit einigen Wochen schon merke ich, dass er immer dann stillen will, wenn ich ihn für draußen anziehen will oder er gewickelt werden soll. Beides sind für ihn unangenehme Dinge (ich versuche es schon so angenehm wie möglich zu machen, aber der Widerstand ist ja in dem Alter durchaus auch normal). Ich habe es bisher immer mitgemacht, habe ihn gestillt und oftmals konnte ich ihn anschließend wickeln oder anziehen. Nun ist es so, dass er dann immer stillen will, danach aber dennoch nicht gewickelt werden will. Ich versuche es dann in 5 Minuten noch mal und dann zeigt er wieder die Stillgebärde und quengelt dabei... Also er ist definitiv nicht hungrig oder durstig, wenn er das macht, da er so oft stillt und natürlich auch zwischendurch isst und trinkt. Oft ist das letzte Stillen erst 10 Minuten her und dennoch will er wieder, damit er das Unangenehme meiden kann. Ich bin mir unsicher, ob ich wirklich einfach sagen kann, dass ich ihn NACH dem Wickeln oder Anziehen stillen werde, wenn er es dann noch will, da es doch dann irgendwie Erpressung wäre, oder? Außerdem heißt nach Bedarf doch, dann wenn das Kind will... Mir ist sehr daran gelegen auf Freiwilligkeit zu setzen und ich möchte ihn eben nicht erpressen, allerdings nervt es mich inzwischen, da er dann natürlich Ewigkeiten an der Brust hängt und wir zu nix mehr kommen... Welches erhalten meinerseits wäre ratsam? Liebe Grüße Friederike
Liebe Friederike, sicher ist ein 1,5 Jahre altes Kind noch nicht in der Lage alles Gesprochene bis ins letzte Detail zu verstehen, doch ich denke, dass der erste Schritt für dich sein sollte, dass Du mit deinem Sohn darüber sprichst, wie es dir geht und was Du nicht mehr möchtest. Dann könnt ihr als Eltern eine Art Plan machen, wie ihr vorgehen wollt, um das Stillen etwas einzuschränken. Du kannst Deinem Sohn doch sagen, dass Du erst stillen möchtest, wenn er gewickelt ist, das ist keine Erpressung! Selbstverständlich wird sich nicht von heute auf morgen eine plötzliche Änderung ergeben, das geschieht in kleinen Schritten und selbstverständlich wirst Du mit Rückschritten rechnen müssen, doch mit viel Liebe und Beharrlichkeit, kannst Du einen Weg finden, dass ihr wieder zu einer harmonischen Stillbeziehung finden werdet. Kinder brauchen liebevolle Führung und Anleitung und ein beständiges Eingehen auf ihre Bedürfnisse. Das heißt keineswegs "laisser faire" wie es Kritiker behaupten, sondern liebevolle und verständnisvolle Konsequenz, die sich langfristig auszahlt. LLLiebe Grüße Biggi