FrauLocke
Hallo, Ich bin immer recht dankbar für eure Beiträge und die Fragen, die ihr beantwortet. Nun hab ich ein Anliegen. Meine Tochter, knapp 14 Monate, wird tagsüber gar nicht mehr gestillt, nur mehr abends und nachts. Manchmal noch morgens wenn sie danach verlangt. Ich hab unsere Stillbeziehung bis vor kurzem noch sehr genossen, bis ich dann eben tagsüber abgestillt hab. Ich merke, meine Tochter genießt das Stillen jetzt noch sehr, wenn sie die Brust bekommt. Wir kuscheln unter Tags sehr viel, sie zeigt da auch immer wieder, zu meiner Brust, wo ich dann konsequent Nein sage, da es mir einfach schon zu viel ist. Ich habe ihr auch zuvor erklärt, dass es für mich eine große Belastung geworden ist, viel zu stillen. Sie schien es auch gut zu akzeptieren. Deshalb ist es wie schon erwähnt weniger geworden und nur mehr abends und nachts, und evtl morgens. Nun mein Anliegen, ich merke seit einigen Tagen, dass sie nachts sehr häufig an die Brust will. Es war eigentlich schon so, dass sie nachts nur mehr maximal 2 mal von sich aus nach der Brust verlangt hat. Momentan ist es so, dass sie gut 4 mal nachts gestillt wird, was mich sehr sehr belastet. Kann es sein, dass sie nachts jetzt mehr gestillt werden will, weil sie die Brust tagsüber nicht mehr bekommt? Oder kann es auch ein Entwicklungssprung sein, den sie durchmacht? Ich wollte eigentlich schon langsam nachts abstillen, nun bin ich verunsichert, weil sie gar so viel gestillt werden will in der Nacht. Tu ich ihr dann was schlechtes, wenn ich langsam in der Nacht abstille? Oder doch eher noch bisschen durchhalten und ihr mehr Zeit geben? Dass Abstillen ein Prozess ist, weiß ich, und ich möcht meiner Tochter eigentlich nichts weg nehmen, wenn sie es so braucht, aber fein ist es für mich nicht mehr. .. Danke fürs Antworten und die Zeit , LG
Liebe FrauLocke, wenn Du noch ein wenig Geduld haben kannst, wäre das sicherlich gut für dein Kind. Es zeigt gerade sehr deutlich, wie wichtig ihm die Brust noch ist. Wenn Du jedoch schnell abstillen möchtest, dann sprich mit deinem Kind darüber, dass eure Stillzeit nun langsam zu Ende geht und zeige ihm, dass Du es selbstverständlich noch genau so lieb hast wie schon immer. Du entziehst ihm die Brust aber nicht dich selbst und deine Liebe. Dazu kannst Du die Stillzeiten immer weiter verkürzen. Viele Mütter haben festgestellt, dass es wirksam und relativ wenig belastend ist, ein Kind so oft anzulegen, wie es möchte, aber es nicht so lange zu stillen. Du kannst dein Kind eine kleine Weile anlegen und es dann ablenken oder ihm etwas zu essen oder zu trinken anbieten. Ihr könnt ein festes Ritual mit Kuscheln und Vorlesen oder Geschichte erzählen einführen. Viele Eltern beginnen auch bereits bei einem wenige Monate alten Baby damit, den Tag am Abend noch einmal Revue passieren zu lassen und so ein Gespräch (das sich im Laufe der Zeit dann entwickeln wird) über die Erlebnisse, Freuden, aber auch Sorgen und Nöte des Kindes zu führen. Durch solch ein Gespräch bleiben Eltern dann auch in engem Kontakt mit ihrem Kind und der leider viel beobachtet Sprachlosigkeit zwischen Eltern und Kind kann entgegengewirkt werden. Wenn dein Partner nicht einspringen kann, bleibt es an dir, Euer Kind auf andere Weise zu trösten und zu beruhigen und ihm einen Ersatz für die Brust anzubieten. In dieser Situation ist ein Nachthemd bzw. Kleidung, die sich vorne nicht öffnen lässt oft hilfreich. Wichtig ist, dass dein Kind weiterhin deine Liebe und Zuneigung spürt und Du nicht gleich die Geduld verlierst, wenn es nicht so schnell klappt mit dem Abstillen. Viele Frauen glauben, dass sie sich beim Abstillen vom Kind distanzieren müssen, aber genau das Gegenteil ist der Fall. Deshalb halte ich auch nicht viel von der Lösung, dass die Mutter einige Tage alleine verreist. Diese plötzliche Trennung kann das Kind in tiefe Trauer und Verzweiflung stürzen und vor allem: Was macht die Mutter, wenn das Kind nach der Rückkehr doch wieder an die Brust will? Probiere es einmal mit immer kürzerem Stillen und viel Kuscheln. LLLiebe Grüße Biggi Welter
FrauLocke
Hi, Danke für die rasche Rückmeldung. Werde meiner Tochter noch ein wenig Zeit lassen. Eine Frage hab ich noch, wie stelle ich es später an, nachts weniger lang zu stillen? Es wird eigentlich immer im Halbschlaf gestillt. Ablenken geht also eher schwer. Soll ich sie nach wenigen Augenblicken von der Beust nehmen und dann etwas zu trinken anbieten? LG
Liebe Frau Locke, genau so würde ich es machen. Das Kind nur kurz trinken lassen und dann Wasser anbieten, das klappt meist ganz gut. Lieben Gruß Biggi
FrauLocke
Vielen herzlichen Dank :-)
Ähnliche Fragen
Hallo Biggi, meine Tochter ist 4 Monate alt und ich stille sie zwischen 10 und 15 mal täglich (tagsüber oft im 1-2 Stunden-Rhythmus, nachts wesentlich seltener). Als unsichere "Erstmutter" frage ich mich nun, ob ich sie zu häufig anlege. Wenn sie unruhig wird, dann versuche ich sie erst durch Kuscheln oder Herumtragen zu beruhigen, aber es endet ...
Hallo, mein Kleiner ist jetzt 19 Wochen. Er wird voll gestillt, war aber noch nie ein guter Schläfer. 4 Std am Stück nachts sind schon das höchste gewesen. Doch jetzt wird sein Schlafverhalten immer schlechter. Seit ca. 3 Wochen wacht er fast alle 1-2 Std auf, wird unruhig und schreit dann auch. Mit Schnuller ist er nicht zu beruhigen, nur mit sti ...
Guten Tag, ich habe einen Sohn, der jetzt 5 Monate alt ist und noch voll gestillt wird. Er trinkt allerdings sehr häufig und hat auch keinen festen Rythmus. Wenn ich Glück habe, schafft er schon mal 2,5h oder 3h zwischen zwei Mahlzeiten, aber das ist die Ausnahme, normal sind eher nur 2h, manchmal sogar weniger. Wir leben momentan in Giechenland ...
Hallo, Amelie ist genau 8 Monate alt und wurde fast 6 Monate voll gestillt. Sie war und ist immer schwerer als die Norm (was mir grds. egal ist, aber zu Erklärung der Situation) Der Beikostbeginn gestaltete sich schwierig-sie hat nur ganz langsam die Mengen gesteigert. (mittags halbes Glas, abends 1/3Portion) In den ersten 3 Monaten schlie ...
Liebe Biggi! Ich habe schon einiges zu diesem Thema bei euch gelesen, mache mir aber doch etwas Sorgen. Meine Tochter ist nun 10 Monate alt und wird noch gestillt (sie isst etwas Brei, aber nicht viel). In den ersten drei Monaten hat sie tw. schon durchgeschlafen.Ab dem vierten Monat meldete sie sich nachts vermehrt (alle 2 bis 3 Stunden). Sie ...
liebe biggi, mein sohn ist 26 monate alt, wir stillen noch viel (13 monate voll anfangs); er mag einfach anscheinend lieber milch als essen. er isst schon, aber nur so nach geschmack, ich gebe ihm alles mögliche (kein fleisch und keine kuhmilchprodukte), immer wieder mal isst er ganz gut, aber dann wieder kaum. stillt viel. tagsüber auch immer vie ...
Sehr geehrtes Expertenteam, meine Tochter ist 20 Wochen alt und bekommt seid drei Wochen mittags Brei. Den isst sie sehr gerne und so zwischen 130-170g. Trotzdem muss ich sie noch zehn mal am Tag stillen. Ist das ok? Was kann ich machen um die Anzahl der Stillmahlzeiten zu reduzieren? Sie ist 68cm groß und wiegt stolze 7,2 kg. Liebe Grüße, Annel ...
Liebe Stillberaterin, Mein Kind, knapp 10 Monate wird nach Bedarf gestillt. Zu Mittag gibt es Gemüsebrei und Abends Getreide-Obst Brei. Beikost haben wir mit 6 Monaten gestartet, mittlerweile isst sie jeweils 100g Portionen (nicht soo viel). Seit ein paar Tagen will sie in den Morgenstunden sehr häufig an die Brust und lässt sich nicht anders ...
Hallo liebe Biggi, mein Sohn kam nach einer Mekoniumaspiration direkt nach der Erstversorgung auf die Intensivstation und wurde jetzt erst mit 3,5 Wochen nach Hause entlassen. Während seines Aufenthalts habe ich zwischendurch immer wieder stillen können, ansonsten abgepumpt und die Krankenschwestern haben mit anfangs Magensonde und später mit Flasc ...
Hallo, ich habe heute gelesen, dass Babys Bauchweh uns Hunger nicht unterscheiden können. Stimmt das? Da meine Tochter zu früh und viel zu leicht auf sie Welt kam, habe ich anfangs so oft wie möglich angelegt und mache das jetzt auch noch. Sie hat in den letzten 3Wochen 1Kg zugenommen, also recht viel, was ja eigentlich gut ist. Und gestillt ...