Mrs.B.
Hallo, Meine Tochter ist jetzt 1 Jahr alt geworden. Ich stillte sie bis zum 6. Monat voll, quasi im stundentakt (immer nur 5 Minuten). Beikost fand sie gar nicht gut bzw interessant. Immer nur ganz bisschen. Nach und nach steigerte es sich minimal, aber Milch war immer noch 90% ihrer Nahrung. Sie isst jetzt momentan über den Tag verteilt so einen quetschbeutel mit Obst/Getreide (manchmal auch weniger/etwas mehr) und maximal 3/4 Gläschen Fleisch Gemüse Brei (entweder Spaghetti Bolognese oder Kürbis, Reis, Hähnchen). Wobei ich sagen muss bei den herzhaften essen immer nur eine Mahlzeit so 1/3 Gläschen ist . Danach mag sie nicht mehr. Und bei anderen Gläschen würgt sie oder übergibt sich, genauso bei bei selbstgekochten Brei. Bei gaaanz weichen Brot isst sie auch mal Krümelweise bei uns mit (halber Fingernägel große ministückchen) oder zermatschte Kartoffel oder zerdrücktes Hackfleisch (auch mit Knoblauch etc gewürzt), aber davon dann noch weniger als Brei. Sie trinkt momentan so 10-12 mal in 24 Stunden. Bis jetzt stört mich gar nichts, außer das ich dieses Jahr unbedingt schwanger werden möchte, da ich meine Tochter im Herbst nicht in die Kita stecken möchte, weil ich sonst ab Dezember wieder arbeiten müsste. Aber ich weiß nicht ob es noch für das Alter ok ist. Kinderarzt frage ich erst gar nicht. Die sind ja meistens pro abstillen. Trinken lernt sie gerade aus dem Glas. Weil Flasche verschluckt sie sich nur. Auch sonst verschluckt sie sich sehr schnell. Und wenn Stücke etwas zu groß sind ist das Dilemma da und würgen und Erbrechen ist die Folge. Können sie mich beruhigen dass alles noch normal ist oder haben sie evtl paar tips etc. Vielen Dank im Voraus. Hoffe der Text ist verständlich. Viele Grüße
Liebe Mrs.B., besprechen Sie am besten mit dem Arzt, wie Sie weiter vorgehen sollen und ob er evtl. einmal die Blutwerte (Eisen-, Zink) überprüfen lassen möchte. Bis dahin können Sie weiterhin Fingerfood anbieten. Es gibt Babys, die es geradezu hassen und hysterisch reagieren, wenn man ihnen etwas in den Mund stecken will. Diese Kinder essen aber recht gut, wenn sie selber essen dürfen. Das Geschmiere, das es dabei gibt, ist weniger schlimm, als das Theater mit einem Kind, das sich mit allen Kräften wehrt und außerdem lernen die Kinder recht schnell gut zu essen. Es gibt eine ganze Menge, was als fingergerechte Nahrung angeboten werden kann. Banane zum Beispiel kann ein Kind gut in die Hand nehmen, sie ist weich und es kann sie alleine essen. Auch ein Stück von einer gekochten Kartoffel geht gut. Gekochte Erbsen können einzeln aufgepickt werden (ist gleichzeitig eine gute Übung für die Feinmotorik), alle Gemüse und Obstarten, die einigermaßen weich sind und dann in kleine Stücke geschnitten werden, können gegeben werden. Probieren Sie es einfach einmal aus. LLLiebe Grüße Biggi