Frage im Expertenforum Schwangerschaftsberatung an Dr. med. Vincenzo Bluni:

Zwei Fragen bitte! Danke!

Frage: Zwei Fragen bitte! Danke!

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Hallo Dr Bluni, als erste Info: Ich bin in der 28 ssw. Zweite Schwanegrschaft, erste letztes Jahr, Abort in der 9 ssw. Habe viele Ängste und Fragen, deshalb vorab schon mal danke! gestern war ich zum 3 screening beim Gyn. Hatte ihm gesagt dass ich sehr wenig Kindsbewegungen merke, manchmal Tage lang nicht,es war alles oksy, er meinte es könne daran liegen dass meine Plazenta an der Vorderand liegt, was ist ihre Meinung dazu? Eine Frage bezüglich liegen. Stimmt es dass die Rückemnlage nicht mehr so gut ist? Leider kann man ja nicht viel Einfluß darauf nehmen was man nachts macht, wäre es auch nicht schlimm wenn man sich versehendlich auf den Bauch dreht? Danke vorab. Melanie


Dr. med. Vincenzo Bluni

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liebe Melanie, 1. die Plazenta hat eher weniger Einfluss auf die Kindsbewegungen oder das Verspüren dieser Bewegungen. Und,ein starres Schema haben die Kinder nicht, nach dem sie sich bei allen Schwangeren gleich bewegen. Dies kann individuell völlig variieren und an vielen Faktoren liegen. Aber, die subjektiv erlebten Kindsbewegungen geben indirekt Aufschluss über das Wohlbefinden des Ungeborenen. Ein gesundes und vitales Kind bewegt viel und oft. Ein krankes oder beeinträchtigtes Kind schont sich und bewegt sich entsprechend weniger und "lebt auf Sparflamme". Werden die Kindsbewegungen eindeutig seltener oder häufiger als gewohnt registriert, sollte der Zustand des Kindes mittels CTG, Ultraschalluntersuchungen und klinischen Parametern überprüft werden. Sofern die Kontrolluntersuchungen beim Frauenarzt oder Frauenärztin hier aber unauffällig sind, ist der Schwangern zu empfehlen, bei kurzfristiger "Ruhe im Bauch", als auch bei zeitweilig verstärkter Aktivität nicht gleich beunruhigt zu sein. Wichtig zu wissen, ist sicher auch, dass reife Feten ein Drittel des Tages im Tiefschlaf verbringen und nur ein Zehntel des Tages wirklich wach sind! Auffällig wären zum Beispiel länger als 24 Stunden anhaltende, reduzierte Bewegungen. Ansonsten lässt sich aus dem Bewegungsmuster bei bisher unauffälligen Untersuchungen nicht gleich etwas Krankhaftes ableiten. 2. liegt eine Schwangere so ab der 30. SSW (z.B. für das CTG) auf dem Rücken, dann kann es durch eine Kompression der Hohlvene zu einem verminderten Rückfluss des Blutes zum Herzen kommen, was sich beim Kind in einem Herztonabfall zeigt, weshalb ein CTG immer in Seitenlage geschrieben werden sollte und am besten in Linksseitenlage. Viel Schwangere in diesem Schwangerschaftsalter bemerken dieses Phänomen (Vena-Cava-Kompressionssyndrom) auch mal zuhause und legen sich schon automatisch in Seitenlage. Es gibt aber keine generelle Empfehlung, sich schon in der 20. oder 25. SSW nicht auf den Rücken zu legen oder gar nur noch in Seitenlage zu schlafen - wie sollte man das auch realisieren? VB VB


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