Frage im Expertenforum Schwangerschaftsberatung an Dr. med. Vincenzo Bluni:

Zeckenbiß in der Frühschwangerschaft

Frage: Zeckenbiß in der Frühschwangerschaft

Mitglied inaktiv

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Vor 2 Tagen hatte ich eine Zecke ich relativ schnell entfernen konnte! Nun bin ich vermutlich im 1. Schwangeschaftsdrittel(genaueres weiß ich erst in 1-2 Wochen). ABER: Wie soll ich mich verhalten, falls Anzeichen einer Borreliose bzw eine FSME auftreten sollten und welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es. Und in wiefern ist ein Erkrankung und Behandlung für das Baby schädlich.


Dr. med. Vincenzo Bluni

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hallo, die Zecken können neben der Frühsommermeningoenzephalitis (in Endemiegebieten) Borrelien übertragen. Die Borreliose (Lyme Diesease) (Inkubationszeit 7 Tage bis mehrere Monate) zeigt sich häufig erst nach einer längeren Zeit mit unterschiedlich ausgeprägten neurologischen Symptomen oder Gelenkbeschwerden. Da die Erreger nicht immer übertragen werden, ist generell eine Therapie nur dann indiziert, wenn sich um den Einstich herum eine Rötung nachweisen lässt ringförmige Rötung = Erythema chronicum migrans), was den Verdacht auf eine Infektion lenkt. Eine Infektion des ungeborenen Kindes in der Schwangerschaft ist möglich. Über Schäden bei den Ungeborenen gibt es aber nur sehr wenige Berichte. Vorsorglich wird bei Nachweis dieser Infektion in der Schwangerschaft zur frühzeitigen Penicillintherapie geraten. Diese ist für das Kind sicher unbedenklich. Frau Prof. Enders aus Stuttgart empfiehlt hier auch, dass man dann bei Geburt des Kindes aus dem Nabelschnurblut den Titer nochmals mitbestimmen lässt (allerdings ist dieses nur relevant, wenn der Biss mehr als 3 Wochen zurückliegt) Bei Hinweiszeichen auf eine Meningitis (FSME) sollte umgehend der Arzt informiert werden, der versuchen wird, zu klären, ob eine solche vorliegt. VB


Mitglied inaktiv

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Hallo, eine Borreliose erkennst Du ja daran, dass inh. von zwei Wochen nach dem Biss eine ringförmige Rötung auftritt (heller Innenhof, roter Kreis drumherum). Meine kleine Tochter hatte das letzten Sommer, und die Färbung sieht wirklich exakt so aus, wie man sie sich vorstellt und wie sie immer beschrieben wird - es ist nicht zu übersehen. Eine Borreliose im Frühstadium (Ringstadium) ist sehr gut mit Amoxicillin behandelbar. Dieses Antibiotikum ist das harmloseste von allen und sogar in der Früh-Schwangerschaft ausdrücklich erlaubt. Ich musste es selbst auch nehmen, als ich in der Früh-SS eine eitrige Halsentzündung hatte. FSME tritt ja nur im südlichen Deutschland sowie in Österreich usw. auf. Wenn Du in einer solchen Gegend lebst, musst Du auf Grippesymptome, die sich rasch verschlimmern, und evt. Nackensteifigkeit achten. Wie man das behandelt, weiß ich nicht genau. Es gibt aber mehrere verschiedene Antibiotika (darunter auch starke), die in der Früh-Ss unbedenklich und erlaubt sind. Die Wahrscheinlichkeit, sich bei einem einzigen Zeckenbiss infiziert zu haben, ist gering. Meine Tochter hat seit Jahren jeden Sommer etwa 20 davon (wir wohnen im Naturschutzgebiet, sehr grün) und hatte letztes Jahr zum ersten Mal die Borreliose bekommen. Auch ich selbst (bin in auch schwanger) hatte dieses Jahr bereits mehrere Zecken. Liebe Grüße, Mimi


Mitglied inaktiv

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Hallo Mimi, danke für deine Antwort. Das beruhigt mich ja. Ich denke ja es wird nicht so sein, denn bis jetzt ist noch keine Rötung oder Färbung zu sehen. Und da ich ja auch nicht wirklich genau weiß , ob ich endlich wirklich schwanger bin( Ich hoffe es ja). Dir aber herzlichen Glückwunsch schon mal und alles Liebe für die Zeit. Ilka


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