Mitglied inaktiv
Hallo, ich bin jetzt in der 32. SSW. Letztes Jahr starb meine Tochter in der 35. SSW in mir aufgrund einer Mangelversorgung durch die Plazenta (hierbei hatte ich schon vorzeitige Wehen und hatte jede Woche eine unauffällige Doppleruntersuchung - auch der Muttermund war geschlossen und die Zervixlänge war immer normal). In dieser Schwangerschaft bin ich seit der 22. SSW krankgeschrieben, da ich schon wieder vorzeitige Wehen habe. Jetzt habe ich auch noch vor zwei Wochen erfahren, daß ich eine Schwangerschaftsdiabetes habe - zum Glück ohne Insulinspritzen aber ganz gut im Griff. Ich gehe regelmäßig (wöchentlich) in die Klinik und zu meinem Arzt zur Kontrolle. Gestern wurde nun auch noch eine grenzwertige Versorgung des Mutterkuchens bei der Doppleruntersuchung festgestellt. Ich bin wg. der ganzen Situation ziemlich psychisch belastet und habe riesen Angst, daß es dieses Mal wieder so schlecht enden wird. Zudem kann kaum noch schlafen (höchstens 4 Stunden in der Nacht). Nun möchte ich verständlicherweise, daß die Kleine früher (ca. 36. Woche) geholt wird, da ich kein Risiko eingehen will - da ja auch letztes Jahr die vielen Untersuchungen nichts gebracht haben und ich immer noch Wehen habe. Die Ärzte möchten die Kleine natürlich nicht früher holen - wenn es nicht unbedingt sein muß. Ab welcher Woche wäre eine vorzeitige Entbindung empfehlenswert bzw. vertretbar? Soll ich eine andere Klinik aufsuchen, falls mir die Klinik hier nicht entgegenkommt? Ich bin der Meinung, daß ich hier alleine die Verantwortung trage und ich es mir nie verzeihen würde, wenn ich hier nicht konsequent handle. Vielen Dank für die Antwort Manuela
liebe Manuela, die Vorgeschichte stellt sicher ein erhöhtes Risiko für das erneute Auftreten vorzeitiger Wehen inklusive der Frühgeburtlichkeit dar, wobei man dieses zahlenmäßig nicht allgemein gültig benennen kann. Wichtig bei einer Folgeschwangerschaft ist sicher neben der ausreichenden Aufklärung und Information durch den behandelnden Frauenarzt oder Frauenärztin auch das Gespräch über mögliche und sinnvolle Präventivmaßnahmen & Diagnostik: Dazu gehören die Ausschaltung von Risikofaktoren wie Rauchen; Ausschluss bakterieller Besiedlungen der Scheide, ph-Wert-Kontrollen, die prophylaktische Einnahme von Magnesium und der frühzeitige Ausschluss einer vorzeitigen Wehentätigkeit und eine Verkürzung des Gebärmutterhalses gemessen im vaginalen Ultraschall. Sicher würde ein Schwangerschaftsdiabetes und eine beginnende Plazentainsuffizienz dieses Risiko nicht eben erniedrigen. Hier wird man nur im Einzelfall entscheiden können, was an Überwachungs-und Therapiemaßnahmen geboten ist. Die Klinik hat schon völlig recht, dass man ohne Indikation eine vorzeitige Entbindung sicher vermeiden sollte. Es ist hier immer ratsam, das Kind solange es möglich ist, im Mutterleib zu lassen, denn die Gebärmutter ist nach wie vor die beste "Intensivstation". Ich denke, dass dieses so keine Ausnahmevorstellung ist. AM besten in Ruhe mit der Klinik und dem behandelnden Frauenarzt oder Frauenärztin über das sinnvollste Vorgehen und die eigenen Ängste sprechen. VB
Mitglied inaktiv
Hallo Manuela!!! Erstmal noch mein Beileid dass deine kleine letztes Jahr gestorben ist. Verständlich dass du jetzt Angst hast es ginge mir genauso. Also ich würde auf jedenfall genauso handeln wie du es vor hast wiso verstehen die Ärzte das denn nicht??? Also ich denke ab der 36. ssw (finde ich) ist es vertretbar unter solchen Umständen deinen jetztigen Schatz auf die Welt zu holen. Gib nicht auf und kämpf dafür!!! Was meint denn dien FA dazu? also wenn du noch ien KH zur Auswahl hast würde ich es schon in Erwägung ziehen die dortigen Docs mal um ihr meineung zu fragen. Mein Wurm (26.ssw) und ich wünschen Dir auf alle Fälle alles Gute und wir denken an dich!!! Meld dich wieder das wäre nett. Ciao
Mitglied inaktiv
Hallo Sarah, schön, daß Du mir Mut machst. Mein FA meinte, er würde mir die 38. SSW empfehlen. Allerdings meinte er auch, daß er nicht in meiner Haut stecken möchte...da er mitfühlen kann, wie ich mich z.Zt. fühle. Liebe Grüße Manuela
Mitglied inaktiv
Hallo! Auch ich würde weiter dafür kämpfen, das dein Mäuschen früher geholt wird! Ich würde mir notfalls auch eine andere Klinik suchen und dort die situation schildern! Bei uns ist es lange nicht so gravierend, aber auch wir kämpfen gerade dafür, das unser Baby kommen darf... Unser großer hatte eine schulterdystokie, weshalb wir dieses mal einen kaiserschnitt haben sollten! Als ich dann bei 36+6 (!!!) mit wehen ins kh kam und den wunsch äußerte spontan zu entbinden, weil die kleine ja noch nicht so groß sei, sagte man es wäre ja noch ein frühchen, deshalb gab man wehenhemmer... bei 37+1 das gleiche theater wieder wehen... naja, man gibt keine wehenhemmer... läßt mich 7 stunden mit wehen rumkrebsen um dann zu sagen, sie bewirken nichts am Mumu, also macht man nichts! In einem andere kh habe ich sofort termin zur einleitung bekommen, mit der begründung man sollte es den frauen ermöglichen spontanzu entbinden bei dem heutigen trend zum ks... Also... zwar eine völlig andere situation, aber so unterschiedlich sind die meinungen in den kliniken!!! Kämpfe weiter!!! Ich drück dir die daumen!!! LG Lena
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