anna.22
Guten Tag Dr. Bluni, ich bin 30 Jahre alt und hatte vergangenen Dezember eine Missed Abortion in der 11. SSW (sonografisch 9.SWW). Nach der Fehlgeburt habe ich eine Abklärung bezüglich Diabetes und einer Schilddrüsenfehlfunktion machen lassen- ohne negativen Befund. Anfang März bin ich wieder schwanger geworden. Auch diese Schwangerschaft endete in einer verhaltenen Fehlgeburt (wieder sonografisch in der 9.SWW). Die erste Annahme meiner Gynäkologin ist eine mögliche Gerinnungsstörung. Dies werde ich bei der Nachsorgeuntersuchung mit einem Bluttest überprüfen lassen. Falls das zu keinem Ergebnis führt, möchte ich weiterführende Untersuchungen machen lassen. Welche würden Sie als sinnvoll erachten? Die Abteilung der Reproduktions-Endokrinologie der Uniklinik hat mir auf Nachfrage mitgeteilt, dass sie Frauen erst ab 3 Fehlgeburten behandeln. Ich möchte bei meiner nächsten Schwangerschaft- mit der ich mir min. ein Jahr Zeit lassen möchte- allerdings kein unnötiges Risiko eingehen. Die Fehlgeburten haben mich seelisch sehr mitgenommen. Vielen Dank für Ihre Antwort und freundliche Grüsse Anna
Liebe Anna, 1.Ihre Sorge kann ich sehr gut verstehen, aber hier muss ich mich schon der Ansicht des Kinderwunschzentrums anschließen, denn es ist eben ein nicht ungewöhnliches Ereignis, dass auch junge Frauen erst 1-2 Fehlgeburten haben und erst danach eine reguläre Schwangerschaft austragen. Die Hauptursache ist dabei eine genetische. 2. welche Diagnostik sonst bei wiederholten Fehlgeburten sinnvoll erscheint, können Sie in meinen Ausführungen in der Stichwortsuche unter dem Stichwort "Fehlgeburten wiederholt" nachlesen. Bei der Frage nach möglichen Gerinnungsstörungen sollte sicher eine Gerinnungsambulanz eingebunden werden, die dann nach den wichtigsten und häufige Gerinnungsstörungen schaut. Welche das sind, finden Sie über unser Antwortenarchiv unter der Adresse http://www.rund-ums-baby.de/schwangerschaftsberatung/beitrag.htm?id=353037&suche=apc&seite=1 Liebe Grüße VB
Niffi
Hallo Anna, bin zufällig auf deinen Beitrag gestoßen. Hatte denselben Fall in der Familie. Meine Schwester hatte genau wie du zwei Aborte in der FrühSS, 7. und 9. SSW. Sie wollte der Sache gerne näher auf den Grund gehen - sie hatte ein ungutes Gefühl - obwohl ja eben eigentl. erst nach der 3. FG untersucht wird...jedenfalls hat ihr FA zugestimmt und siehe da: Gerinnungsstörung. Bei ihrer 3. SS wurde daher vorsorglich Heparin gegeben, es gab keine weiteren Probleme und ihr Sohn ist inzwischen 2,5 Jahre alt. Auch für mich war diese Tatsache sehr wichtig, denn aufgrund ihrer Diagnose wurde bei mir dasselbe Problem festgestellt (da erblich bedingt) und so konnte ich bei meiner 1. SS und nun bei der 2. SS Heparin spritzen und alles verlief gut, ohne Aborte. Lass es untersuchen...es kann auch ganz natürliche Ursachen haben, aber ich hätte auch große Angst bei einer neuen SS. Ich kann das gut verstehen! Viel Glück für die Zukunft wünscht dir Niffi
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