Frage im Expertenforum Schwangerschaftsberatung an Dr. med. Vincenzo Bluni:

Toxoplasmose - was nun...?

Frage: Toxoplasmose - was nun...?

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Hallo Herr Dr. Bluni! Seit Bekanntwerden der Schwangerschaft (jetzt 35+5) habe ich Angst vor einer Toxoplasmose-Infektion, habe daher alles, was zu einer Ansteckung führen könnte, vermieden und alle 8 Wochen durch den Gynäkologen Blut abnehmen und auf Toxoplasmose testen lassen...und nun hat es mich wohl doch ereilt. Gestern (der zweite Laborbericht war falsch wegsortiert und wurde erst auf meine Nachfrage hin in der Akte gefunden) habe ich erfahren, dass durch das Labor am 17.09.10, also in der 30.SSW, ein (zunächst hieß es im Laborbericht "wahrscheinlich unspezifischer) IgM nachgewiesen wurde, eine weitere Kontrolle nach einem Monat wurde daraufhin empfohlen und auch durchgeführt, Ergebnis der zweiten Laboruntersuchung: IgM-AK positic, IgG-AK 37,8 + kIU/1 Dies sei ein "außergwöhnlich ungewöhnlicher Befund", weise aber wohl auf eine frische Infektion hin...es wurde also gestern erneut Blut abgenommen, Donnerstag muss ich wieder hin, dann soll, wenn sich der Verdacht bestätigt, entschieden werden, ob das Kind schon geholt und behandelt werden soll. Wir wurden auch gestern bereits von einem Kinderarzt aufgeklärt, sind aber dennoch in großer Sorge und unsicher, welche Behandlung nun die Richtige und wie groß die Gefahr für das Kind nun tatsächlich ist. Vielen Dank im Voraus!


Dr. med. Vincenzo Bluni

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Hallo, 1.wenn sich aus der Laboruntersuchung der Verdacht auf eine frische Infektion ergibt, sollte dieses von Frauenärztin/Frauenarzt zusammen mit dem Labor und ggf. einem Speziallaboratorium kurzfristig (!) abgeklärt werden. Dabei spielt die so genannte Avidität eine erhebliche Rolle. Wenn sich hier der Verdacht bestätigt, würde meist der Titerverlauf beobachtet und eine entsprechende Ultraschallverlaufskontrolle in einer Spezialeinrichtung wird durchgeführt. Erst wenn sich hier der begründete Verdacht auf eine Infektion ergibt, wird eine antibiotische Behandlung durchgeführt. 2. wenn eine frische Infektion bestätigt würde, dann wird mit der rechtzeitigen antibiotischen Behandlung auch immer die Möglichkeit bestehen, Folgen eher zu vermeiden, als wenn sie erst Wochen später einsetzt. VB


Mitglied inaktiv

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sorry, dass ich auch was schreibe. das ist ja echt verflixt! tut mir sehr leid. sag mal, wenn du immer alles gemieden hast, hast du irgendeine ahnung, woher du das haben kannst? hast du eine katze? gartenarbeit ohne handschuhe? doch mediumsteak gegessen oder sowas? ich habe auch immer angst vor sowas (bin auch negativ) und meide alles und bin nun natuerlich erschreckt und aufgewuehlt... danke und gruss valerie (15ssw)


Mitglied inaktiv

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Nein, wir haben keine Katze (wobei meine Eltern und Großeltern früher IMMER Katzen und andere Tiere hatten, ich mich daher eigentlich als Kind hätte infizieren müssen, wenn man all die früheren Gefahrenquellen bedenkt, die ich nun ja so genau vermieden habe)...Fleisch roh oder medium esse ich NIE, schwanger oder nicht, und auch sonst habe ich Obst, Salat, usw. sehr gründlich gewaschen, bin nur noch in Cafés oder Restaurants gegangen, in denen ich schon seit Jahren (auch ansteckungslos) verkehre und habe auch dort immer " eigentlich sichere" Sachen bestellt. Aber - wie mir nun überall 'mal wieder gesagt wurde - gibt es eben keine 100%ige Sicherheit...und wie das in der Gastronomie oder auch bei Freunden oder Verwandten gehalten wird, kann man ja schon gar nicht wissen - und zu Hause mit Astronautenkost einschließen wollte ich mich die letzten 9 Monate dann auch nicht. Hätte ich rückblickend natürlich doch lieber machen sollen! Aber ich wurde mit meinen Ängsten überall - auch beim Frauenarzt - so belächelt...


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