Mitglied inaktiv
Hallo ich weiß einfach nicht mehr so recht weiter, die Geburt von meinem Kind ist jetzt 10 Wochen her trotzdem komme ich einfach nicht richtig in Form. Ich bin den ganzen Tag am Weinen und fühlemich sehr allein gelassen. Der Kleine ist für mich manchmal eine richtige Belastung, das mir immer der Gedanke kommt ob es überhaupt richtig war ein Baby zu bekommen. Ich weiß nicht ob ich mich an meinen Frauenarzt wenden soll. Habe es selber schon mit Johanneskraut probiert bringt aber nichts. Ich weiß nicht mehr weiter es kann doch nicht sein das dieses Gefühl mit allen überfordert zu sein ewig anhält. Das ging ja schon nach dem 3.Tag der Geburt los und hält bis heute an.
hallo, die Depression im Wochenbett muss vom „Baby Blues“ unterschieden werden. Dabei handelt es sich um eine vorübergehende, kurz andauernde psychische Störung mit einer milden depressiven Symptomatik, die durch Erschöpfung, Weinen, Traurigkeit, Stimmungslabilität, Ängstlichkeit und Irritierbarkeit gekennzeichnet ist. Der Baby Blues tritt mit einer Häufigkeit von etwa 50% zumeist zwischen dem 2. und dem 5. Tag nach der Geburt auf und dauert wenige Stunden bis zu wenigen Tagen. Als Risikofaktoren werden depressive Episoden in der Vorgeschichte, Stressbelastung in der Schwangerschaft, sozioökonomische Faktoren, geringe oder keine soziale Unterstützung, Unzufriedenheit mit der Partnerschaft, Ungewolltheit der Schwangerschaft, traumatische Erlebnisse in der eigenen Kindheit, traumatisches Erleben der Geburt und biologische Auslöser diskutiert. Bei etwa 10% der Frauen kommt es zu einer Depression im Wochenbett. Sie beginnt meistens in den ersten Wochen nach der Geburt mit wiederkehrenden Episoden für zwei bis sechs Monate. Für eine biologische Ursache gibt es bis heute noch keine hinreichenden Beweise. Viel wichtiger für die Entstehung sind persönliche und soziale Faktoren insbesondere aus der Zeit vor der Geburt. Risikofaktoren wie eine frühere Depression in Kombination mit geburtshilflichen Problemen wären hier z.B. zu nennen. Frühzeichen können häufig übersehen werden, da die Warnzeichen sehr diskret sind oder sein können. Das Mittel der Wahl bei einer Depression im Wochenbett ist die konsiliarische Betreuung durch einen Psychiater oder Psychotherapeuten, der/die dann auch die Indikation zu dem ein oder anderen Medikament stellt. Neben einer eventuellen Gabe von Psychopharmaka, hat sich die Verabreichung von Östrogenen in einer Übersichtsarbeit als wirksam gezeigt. Hier sollte dann immer das Vorgehen am besten gemeinsam erörtert werden. VB
Mitglied inaktiv
Hallo, bist du alleinerziehend? Was bedrückt dich denn genau? Hast du Zukunftsangst? Oder? Du hast die ersten schwierigen Wochen (Umstellung der Lebenssituation, Pflege des Babys,..)schon überstanden. Nun wird dein Mädchen immer selbstständiger. Nimm dir Zeit für dich und gib sie auch mal deiner Mutter oder einer guten Freundin für ein oder zwei Stunden. Denk mal an dich und mach was dir Spaß macht. So weit ich weiß, wirkt Johanniskraut erst nach ca. 6 Wochen regelmäßiger (!!!!) Einnnahme. Ich würde dir raten, dich an deinen Frauenarzt zu wenden und berichte ihm wie du dich fühlst. Alles Gute und liebe Grüße.