Mitglied inaktiv
Hallo Herr Dr. Bluni, nachfolgend kopiere ich einen Text hinein. Wären Sie so freundlich, mir dazu etwas zu schreiben? Ich bin am 30.01. geimpft worden (Röteln): Nun hieß es, ich sollte 3 Monate nicht schwanger werden. Mehrfach wurde ich aber schon auf untenstehenden TExt hingewiesen. Auch zwei Ärzte (allerdings keine Frauenärzte) vertraten die Meinung des Autors des Textes. Was meinen Sie? Freundliche Grüße und herzlichen Dank >
liebe Vera, der zitierte Text gibt eigentlich das wider, was auch ich dazu immer schreibe: es gibt praktisch kaum Fälle, bei denen es hier zu Schäden gekommen ist, wenn die Frauen vor Ablauf von drei Monaten schwanger geworden sind. Dennoch ist dieses Restrisiko da und jeder von uns weiß, dass eine Rötelninfektion in der Frühschwangerschaft eine ziemlichen Katastrophe gleichkommt. Insofern mögen die amerikanischen Ärzte dieses nun empfehlen. Da möchte ich aber mal den Arzt sehen, der anstatt drei MOnaten Wartezeit nur einen empfohlen hat und es kommt unglücklicherweise zu einer Infektion. Da wird sich die Haftpflichtversicherung aber sehr freuen. Ich denke, die Empfehlung drei Monate Wartezeit sollte - wie in Deutschland von allen Experten einheitlich empfohlen- weiter bestehen bleiben und dieses ist sicher ein Zeitraum, den das Paar sich gedulden wird. VB
Mitglied inaktiv
Röteln: Impfung vor und während der Schwangerschaft Das amerikanische Komitee für Impfempfehlungen hat im Oktober 2001 Daten untersucht, welche zeigen, dass kein Fall des typischen Röteln-Syndroms bei Kindern gefunden wurde, deren Mutter zufällig innerhalb von 3 Monaten vor der Schwangerschaft oder früh in der Schwangerschaft gegen Röteln geimpft worden waren. Empfehlungen Die Untersuchungen wurden durchgeführt in den USA (U.S. Rubella Vaccine in Pregnancy Registry), in England (U.K. National Congenital Rubella Surveillance Programme) in Schweden und in Deutschland (G. Enders, M.D., Labor Enders und Partner, und Institut für Virologie, Infektologie und Epidemiologie) anhand von 680 Lebendgeburten, bei denen die Mutter innerhalb von drei Monaten vor Schwangerschaftsbeginn bzw. zu Beginn der Schwangerschaft gegen Röteln geimpft worden war. Keines der Kinder hatte das typische Röteln-Syndrom. Nichtsdestotrotz bleibt ein Restrisiko von 0,5%. Das Risiko bei den 293 Kindern, deren Mütter innerhalb von 1-2 Wochen vor und 4-6 Wochen nach der Befruchtung eine Rötelnimpfung erhielten, wird mit 1,3% angegeben. Es ist also deutlich geringer, als die >20% Risiko, die bekannt sind, wenn die Mutter innerhalb der ersten 20 Schwangerschaftswochen an Röteln erkrankt. Aufgrund dieser Untersuchungen ist die Empfehlung für Frauen, nach einer Rötelnimpfung eine Schwangerschaft in den ersten drei Monaten zu vermeiden, auf 1 Monat reduziert worden. Oft wird auch nach der Impfung nach 4-6 Wochen der Impfschutz mit einer Blutuntersuchung überprüft. Impfung in der Schwangerschaft nicht empfohlen Die Röteln-Masern-Mumps Impfung wird schwangeren Frauen trotz des relativ geringen Risikos nicht empfohlen.
Mitglied inaktiv
Lieber Herr Dr. Bluni, herzlichen Dank für Ihre ausführliche Antwort. Ich bin ganz Ihrer Meinung und werde die 3 Monate exakt einhalten! An dieser Stelle möchte ich mich grundsätzlich einmal bei Ihnen bedanken. Ich poste hin und wieder hier und bekomme immer sehr schnell und m. E. sehr kompetente Antworten. Vielen Dank für die Mühe! Herzliche Grüße Vera
Mitglied inaktiv
Hi Habe gerade Deinen Beitrag gelesen und mußte eigentlich ein bißchen lächeln - allerdings nicht negativ - bitte nicht falsch verstehen. Ihr wollt ein Kind und ich kann Dir dazu nur eines sagen: Geduld mußt Du haben, ab dem Zeitpunkt, wo Du Dich dafür entscheidest und dann Dein Leben lang. Erst wartet man, daß es geklappt hat. Dann wartet man, daß die ersten 12 Wochen umgehen. Dann auf die ersten Bewegungen. Dann auf die Zeit, in der das Baby bei Frühgeburt überleben könnte. Dann auf die Geburt. Und dann gehts mit der Geduld erst richtig los. Geduldig sein bei den Wehen... ...beim Stillen ...beim Schuckeln in der Nacht ...bis es sitzen kann ...bis es krabbeln kann usw usf. Gerade übe ich mich in der Geduld, auf mein Baby zu warten, bin 6 Tage drüber und bei meiner großen Tochter, daß sie lernt, etwas selbständiger zu werden. Ich muß Geduld üben mit mir selbst und mit den Besucherkindern. Meine Mutter muß sich mit mir gedulden, weil ich nervlich etwas angespannt bin und sie neulich ziemlich angezischt habe. Also Du siehst - 3 Monate warten - zum einen eine gute Vorübung und zum anderen echter Pippifax im Vergleich zu später!! Kann Dich gut verstehen, aber stell Dich mit Kind auf eins ein: WARTEN!!!!! Liebe Grüße, Vio
Mitglied inaktiv
Hallo Vio, fand deinen Beitrag sehr schön - und habe ihn auch richtig verstanden. Ich habe bereits eine Tochter, auf die wir sehr lange warten mussten - und sie kam zwei Wochen zu spät usw. usw. usw. Ich weiß, was Warten bedeutet :o) Und nun warte ich nicht nur wegen der Rötelimpfung, nein auch wegen anderer Dinge insg. schon seit einem Jahr... Warten ist quasi mein zweiter Nachname. Und zum Thema Ungeduld: bin 39... Ich wünsche dir alles Gute, auf dass dein Baby nicht mehr allzulang auf sich warten lässt :o) HERZLICHE GRÜßE Vera
liebe Vera, schön, dass Ihnen der Beitrag weitergeholfen hat. Und herzlichen Dank für Ihre lieben Worte. Vb