Frage im Expertenforum Schwangerschaftsberatung an Dr. med. Vincenzo Bluni:

Risiko einer Fehlgeburt nach OP?

Frage: Risiko einer Fehlgeburt nach OP?

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Hallo Dr. Bluni, ich hatte sie vorgestern gefragt, wie lange ich nach einer Fehlgeburt (in der 16. SSW mit einem operativen Eingriff des Uterus) warten muss um wieder schwanger zu werden. Ich werde mich wohl nun damit abfinden müssen 1 Jahr (bzw. jetzt noch 1/2 Jahr) zu warten. Nun ist meine Frage wie hoch das Risiko ist, dass die Narbe am Uterus während einer Schwangerschaft reisst. Kann man das vorher schon abschätzen oder kann man das erst im Verlauf einer Schwangerschaft erkennen oder gar nicht. Mir wurde gesagt, dass es auf jeden Fall eine Risikoschwangerschaft sein wird und engmaschiger kontrollieren muss. Wie oft empfehlen Sie dann zum Arzt (bzw. Klinik) zu gehen? Vielen Dank für Ihre Antwort. Gruß Tanja


Dr. med. Vincenzo Bluni

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liebe Tanja, hier gibt es nur Zahlen im Hinblick auf Frauen nach einem Kaiserschnitt: bei einer Schwangerschaft/Geburt nach einem oder mehreren Kaiserschnitten ergeben sich besondere Risiken im wesentlichen durch die mögliche Ruptur der Gebärmutter. Dieses kann während der Gravidität (sehr selten) als auch unter der Geburt eintreten. Man spricht von einer kompletten Ruptur, wenn es zur Zerreißung des Bauchfells über der Gebärmutter (viszerales Peritoneum) mit mit teilweisem Vorfall fetaler Anteile in die Bauchhöhle kommt. Dies bringt eine akute Gefährdung von Mutter und Kind mit sich. Geht die Naht ein wenig auseinander (Nahtdehiszenz), kann dieses ohne Symptome verlaufen. Die Ruptur der Gebärmutter noch während der Schwangerschaft bei regelmäßiger Wehentätigkeit ist offensichtlich so selten, dass es hierzu keine Zahlen in der Literatur gibt, auch wenn die Anzahl der Kaiserschnitte deutlich zugenommen hat. Eine Narbenruptur fand sich nach einmaligem KS in 0,69%. VB


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