S_Fuchs
Lieber Herr Dr. Bluni, ich (39, BMI normal) bin in der 30.SSW (29+3) und war vorgestern im Krankenhaus wegen eines Sturzes. Im Ultraschall hat der behandelnde Arzt auch direkt das fetale Wachstum kontrolliert, mit insgesamt durchschnittlichen Werten (BPD,FOD,KU,FL), aber einem stark erhöhten AU (290mm, >97. Perzentil; 3-4 Wochen voraus) und daraus resultierend niedrigem KU/AU (0,96) und hoher Gewichtsschätzung (1820g, >97. Perzentil). Auch das Organ-US in der 22. SSW deutete bereits auf einen erhöhten AU/erhöhtes Gewicht hin. Nun befürchte ich als Ursache einen GDM. In der 24.SSW hatte ich einen Suchtest (50g Glucose-Screeningtest) gemacht, welcher unbedenklich ausfiel (115mg/dl). Allerdings gibt es ja auch eine gewisse Falsch-Negativ-Rate, und ein unerkannter GDM könnte gefährlich für das Kind werden. Daher wüsste ich gerne, ob es Sinn macht, den Suchtest zu wiederholen, bzw. direkt den großen Test (75g oGTT) durchzuführen. Heute war ich nun bei der Frauenärztin, und sie sah keinen Anlass für weitere Tests, da 1. der erste Suchtest unbedenklich war und 2. sie im Ultraschall keine Abweichung von der Norm gesehen hat. Allerdings habe ich im Nachhinein im Mutterpass entdeckt, dass sie ausgerechnet den AU nicht gemessen hat, sondern nur BPD und ATD. Daher die zweite Frage: Reichen diese Werte, um auf ihrer Basis beruhigt zu sein, oder sollte ich auf einer Wiederholung des GDM-Tests bestehen? Ich möchte das Verhältnis zu meiner Ärztin natürlich nicht unnötig strapazieren, indem ich nur aus unbegründeter Angst Tests forciere, die nach fachärztlicher Einschätzung sicher unnötig wären. Auf der anderen Seite möchte ich das Risiko eines nichtdiagnostizierten GDM nicht unterschätzen. Vielen Dank im Voraus für Ihre Hilfe, mit herzlichen Grüßen, S. Fuchs
Liebe Frau Fuchs, 1. das macht vor dem Hintergrund der Tatsache des genannten Ergebnisses sicherlich Sinn. Dabei empfehlen wir, unter standardisierten Laborbedingungen bei einem Diabetologen einen entsprechenden Test durchführen zu lassen. 2. eigentlich ist für jeden bekannt, was bei der zweiten und dritten Ultraschalluntersuchung ausgemessen wird. Und das ist neben dem Querdurchmesser eben immer auch der Umfang des Kopfes/Brustkorbes. 3. bitte besprechen Sie dazu das Vorgehen mit der Ärztin vor Ort und lassen gegebenenfalls Rücksprache mit dem Zentrum für pränatale Diagnostik nehmen. Denn dieses wird eine solche Untersuchung sicherlich nahe legen. VB
S_Fuchs
Vielen Dank für die deutliche Antwort, Herr Dr. Bluni, ich werde mich direkt mit einem Diabetologen in Verbindung setzen. Eine kurze Frage noch: Können wir, wenn der Test negativ ausfällt, aufatmen, oder wären dann weitere Untersuchungen angezeigt, um die (ggf. noch ernstere?) Ursache des großen Bauchumfangs zu finden? Herzliche Grüße & nochmals danke, S. Fuchs
Hallo, 1. hinsichtlich des Schwangerschaftsdiabetes werden Sie dann bei unauffälligem Ergebnis sicher aufatmen können. 2. bei nur geringer Differenz werden wir meist beruhigen können; andernfalls lassen Sie den Befund dann noch einmal bei einem Spezialisten für Pränataldiagnostik überprüfen. Herzliche Grüße VB
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