Frage im Expertenforum Schwangerschaftsberatung an Dr. med. Vincenzo Bluni:

ödeme in der frühschwangerschaft?!

Frage: ödeme in der frühschwangerschaft?!

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hallo lieber doc bluni :-) ich bin jetzt in der 7.ssw und habe gestern abend richtige elefantenfüsse gehabt. ziemlich plötzlich wurden beide beine bis zu den knien richtig dick und spannten heftigst. ich bin stark übergewichtig und habe leider hohen blutdruck, der mit betablockern (2x tgl. 1/2 tabl. metoprolol 200 retard) behandelt wird. kann es damit was zu tun haben? heute morgen ist alles wieder im normalen bereich, aber gestern abend hatte ich richtig angst. kann das schon mal vorkommen oder soll ich das lieber meinem gyn gleich sagen? hab den nächsten termin erst in einer woche. liebe grüsse nicole


Dr. med. Vincenzo Bluni

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liebe Nicole, es wird angenommen, dass die Ödeme Ausdruck einer gestörten Nierenfunktion sind, in deren Folge es zur Ansammlung von Natrium kommt und somit zur Wassereinlagerung im Gewebe außerhalb der Zellen, was dann zur Gewichtszunahme führt. Wenn kein Bluthochdruck oder eine Eiweißausscheidung vorliegen, dann stellen die alleinigen Oedeme keinen Risikofaktor dar. Die Beine sollten möglichst -wenn möglich - häufig hochgelagert werden. Wechselduschen und Schwimmen sind hier sicher sinnvoll, da durch den hydrostatischen Druck des Wassers die Ödeme zurückgedrängt werden können. Die Erfahrungen haben gezeigt, daß eine gute, ausgewogene Ernährung mit eiweißreicher, kalorienreicher und keineswegs salzarmer Kost, einen positiven Einfluß auf den Verlauf der Schwangerschaft hat und das Auftreten einer Gestose in vielen Fällen zu verhindern oder zu lindern hilft. Selbst bei schon bestehenden Beschwerden, vor allem Ödemen, können diese erheblich gemindert werden. Nicht unerwähnt bleiben, sollten Möglichkeiten der Akupunktur, mit der man diese Oedeme sehr effektiv behandeln kann. Die bisher übliche Behandlung mit Reis-/Obsttagen, salzarmer und flüssigkeitsreduzierter Kost sollte von jeder werdenden Mutter strikt abgelehnt werden, da sie nicht hilft und die Erkrankung sogar noch verschlimmern kann. Entwässerungsmittel dürfen schon seit 1986 nicht mehr eingesetzt werden, auch pflanzliche Entwässerungsmittel, wie zum Beispiel Brennesseltee usw., sollten nicht statt dessen benutzt werden. Bei einer solch massiven Wassereinlagerung ist aber die Einschätzung von Frauenärztin/Frauenarzt umso wichtiger, denn der klinische Eindruck hilft hier auch, die Situation im Hinblick auf eine Präeklampsie ("Gestose") einzuschätzen. Insbesondere dann, wenn schon eine Vorbelastung mit Übergewicht und erhöhtem BLutdruck vorliegt. VB


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