Frage im Expertenforum Schwangerschaftsberatung an Dr. med. Vincenzo Bluni:

nochmal Gestationsdiabetes

Frage: nochmal Gestationsdiabetes

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Ich habe Gestationsdiabetes.Der wurde in der 24.SSW Festgestellt.Ich bin ab morgen in der 29.SSW.Der Diabetes ist im Moment nicht Insulinpflichtig.Ich würde gerne im Geburtshaus entbinden und nicht im Krankenhaus.Aber könnte es sein das sich der Diabetes verschlimmert?Ich komme zwar nicht über den Wert aber seit ein paar Tagen komme ich bei normalen Mahlzeiten(wie immer) schon recht grenzwertig hoch.Vielen Dank


Dr. med. Vincenzo Bluni

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liebe Marsha, 1.sofern der Schwangerschaftsdiabetes gut eingestellt ist, keine besonderen Auffälligkeiten hinzutreten, keine Insulinpflicht besteht und ansonsten aus Sicht von Frauenärztin/Frauenarzt und Entbindungsklinik nichts medizinisch dagegen spricht, wäre dieses denkbar. Aber, erstens gibt es mittlerweile Vorgaben, wo Frauen mit bestimmten Risiken entbinden sollten: http://www.g-ba.de/cms/upload/pdf/richtlinien/2005-09-20-Vereinbarung-Frueh_u_Neu.pdf zweitens bedeutet der Schwangerschaftsdiabetes immer, dass hier mehr Risiken für die Schwangerschaft und Geburt vorliegen. Schon allein aus diesem Grund ist es sicher zu überlegen, in einer Klinik zu entbinden, da hier die größere Sicherheit vorliegt. Darüber hinaus übernimmt die Hebamme, die Ihnen dazu rät eine nicht unerhebliche Verantwortung für Sie und das Kind!! 2.gegen eine ambulante Entbindung, z.B. in einem Geburtshaus, ist erst mal nichts einzuwenden, sofern medizinisch seitens der Schwangerschaft oder der Vorgeschichte der Schwangeren nichts dagegen spricht. Es ist allerdings auch nach aktueller deutscher Rechtssprechung des Bundesgerichtshofes die Aufgabe und Pflicht der Frauenärztin/Frauenarzt , die Frau eingehend darauf hinzuweisen, dass bei etwaigen Komplikationen, das Risiko sowohl für das Kind als auch für die Mutter höher sind, als in einer Geburtsklinik. Dieses ist dann auch zu dokumentieren. Deshalb sollte auch die Hebamme sehr gewissenhaft die Frauen aussuchen, um das Risiko für Mutter und Kind zu minimieren. Das klappt sicher auch in den meisten Fällen, aber leider hören wir (und nicht die Frauen oder die Presse) von Fällen und Verläufen, die so sicher nicht wünschenswert sind, gerade deshalb, weil eben unter anderem auch nicht wie in der Klinik innerhalb weniger Minuten (15-20) ein komplettes Team für eine Notsituation da ist, oder auch kurzfristiger der diensthabende Arzt/Ärztin. Wichtig ist in dem Zusammenhang das offene und wertfreie, aber dennoch objektive Gespräch mit den Eltern. Dieses sollte auch auf die möglichen Risiken, soweit es geht, eingehen Es sollte aber meines Erachtens die mittlerweile überwiegend positive und unkritische Berichterstattung zur Geburt im Geburtshaus oder Hausgeburt, die die "technisierte Entbindung unter der sterilen Klinikatmosphäre" als zunehmend überholt darstellt, ersetzt werden durch eine objektivere Form der Darstellung. Es darf nicht vergessen werden, dass erstens das Klientel der so genannten Geburtshäuser vorselektiert ist, da Risikofrauen in die Klinik geschickt werden und somit die Ergebnisse zwangsläufig gut ausfallen müssen. Darüber hinaus sollte man bedenken, dass bekanntermaßen in einigen Fällen die Sorgfaltspflicht zumindest zu denken gibt. VB


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