Frage im Expertenforum Schwangerschaftsberatung an Dr. med. Vincenzo Bluni:

Niedriger Progesteronwert in der Frühschwangerschaft

Frage: Niedriger Progesteronwert in der Frühschwangerschaft

Marie31

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Hallo Herr Dr. Bluni Ich befinde mich bei 6+1 nachdem ich letzten September in der ca 10 Woche eine Fehlgeburt hatte. Bei der letzten Schwamgerschaft bekam ich kein Progesteron und der Wert wurde auch nicht gemessen. Ich nehme seit gestern 1 x täglich Famenita 200mg da ich vor zwei Tagen eine leichte Blutung hatte. Heute rief mich meine Fa an und meinte der Progesteronwert sei sehr niedrig! Und das kann ein schlechtes Zeichen sein! Gestern lag der Blutbefund noch nicht vor. Daher soll ich die Einnahme ab heute verdoppeln! Beim gestrigen Ultraschall meinte meine FA aber noch dem Baby geht es gut! Ich bin jetzt total verunsichert!! Ist der niedrige Wert ein Zeichen einer drohenden Fehlgeburt oder ein Anzeichen das mit dem Embyo etwas nicht stimmt?? Bei meiner 1. Schwangeschaft 2013 hatte ich anfänglich auch immer wieder Blutungen auch über die 12. Woche hinaus, damals wurde der Progesteronwert nie gemessen und ich habe bist zur 12. Woche Utrogest genommen. Meine Tochter kam gesund zur Welt. Darum verunsicht mich die Aussage meiner Ärzrtin besonders! Ich danke Ihnen für Ihren Rat. Gruß Marie


Dr. med. Vincenzo Bluni

Dr. med. Vincenzo Bluni

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Liebe Marie, 1. sofern keine besonderen Risikofaktoren, wie zum Beispiel Rauchen oder ein deutlich erhöhtes mütterliches Alter vorliegen, ist die Wahrscheinlichkeit für einen positiven Verlauf ohne erneute frühe Fehlgeburt sehr hoch und zwar bei etwa 90 %. 2. aus diesem Grund gibt es eigentlich von keiner Fachgesellschaft die Empfehlung zur Bestimmung des Progesteronwertes, zumal es hier überhaupt keine orientierenden Allgemeinwerte gibt. Des weiteren fehlt für die prophylaktische Verabreichung eines Gelbkörperhormons - wie es in unserem Lande flächendeckend vorgenommen wird - jegliche wissenschaftliche Grundlage. Er ist das Gegenteil der Fall: die Daten zeigen, dass eine frühe Fehlgeburt damit in keinster Weise verhindert werden kann. 3. ausschlaggebend ist also der Verlauf im Ultraschall und im Zweifel der Anstieg des Schwangerschaftshormons im Abstand von etwa 2-3 Tagen gemessen. Herzliche Grüße VB


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