Mitglied inaktiv
Hallo Dr. Bluni, Ich bin heute in der 15. Woche. Donnerstag letzter Woche haben wir erfahren, dass nach der Nackenfaltenuntersuchung (Falte war 1,4 mm) ein Risiko von 1:25 bei uns besteht ein krankes Kind zu bekommen. Ich bin 33 und es ist meine 2. Schwangerschaft (erstes Kind Jan 04 geboren). Nun haben wir einen Termin zur Fruchtwasseruntersuchung für den 21. 12. Das wäre dann Anfang der 16. Woche. Meine Fragen: 1. wie sicher ist tatsächlich so eine Fruchtwasserunersuchung? Ihre Anwort oben habe ich gelesen. Das hört sich für mich alles andere als sicher an... Ist es dann überhaupt das Risiko wert? 2. Ich habe im letzten Jahr 45 Kilo abgenommen, bin immernoch etwas übergewichtig und Haut am Bauch ist alles andere als straff. Ist es dann schwieriger solch einen Eingriff durchzuführen? 3. Sollte die FruchtwasserU okay sein, woher kommt dann solch ein mieser Blutwert? Wie komtm er dann zu stande? Sind total verzweifelt und wissen einfach nach 100 Meinungen aus dem Freundes- und Familienkreis nicht mehr was richtig und was falsch ist. Für hilfreiche Antworten Wären wir sehr dankbar. Liebe Grüsse und schöne Weihnachten. Caro
Liebe Caro, 1. da eine Verbreiterung der fetalen Nackentransparenz in der 11.-14.SSW mit einem breiten Spektrum fetaler Fehlbildungen assoziiert ist, sollte bei auffälligem Ergebnis eine weiterführende Diagnostik, z.B. eine Fruchtwasserpunktion oder Chorionzottenbiopsie besprochen werden. Für den Fall, dass dann die Genetik unauffällig ist, wäre es ratsam, einen differenzierten Organultraschall zwischen 20. & 23. SSW in einer entsprechend qualifizierten Einrichtung für Pränataldiagnostik durchführen zu lassen, um unter anderem eine Herzfehlbildung auszuschließen. 2. die Amniozentese ist hinsichtlich der von ihr untersuchten Veränderungen schon sehr sicher (annnähernd 99%). Es können aber sicher nie alle Veränderungen oder Störungen ausgeschlossen werden. 3. die Ursache für das auffällige Ergebnis kann nicht ohne weiteres geklärt werden, denn wir wissen, dass in etwa 5% der Fälle trotz auffälliger Risikoberechnung das Kind gesund ist. 4. diese Sicherheit hängt aber insbesondere von der Erfahrung des Untersuchers und der verwendeten software ab. VB