Frage im Expertenforum Schwangerschaftsberatung an Dr. med. Vincenzo Bluni:

Nackenfalte

Frage: Nackenfalte

Mitglied inaktiv

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Ich bin ziemlich verunsichert, hatte am 22.8 einen Termin beim Arzt, er sagte es sei alles i.o. nun Reden alle von NackenfaltenMessung, mein Arzt hat dies sicher Kontrolliert nehme ich mal an!! Wenn doch etwas nicht gut wäre hätte er mir das doch gesagt und mich auf diese Messung hin gewiesen?? Oder muss ich Ihn darauf ansprechen? Danke


Dr. med. Vincenzo Bluni

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hallo Minky, bitte beachten Sie, dass zwei Dinge klar unterschieden werden müssen: die Nackentransparenz (nuchal translucency) und das im Mutterpass beim ersten Pflichtultraschall (zwischen 9.-12.SSW) aufgeführte dorsonuchale Ödem: Der im Mutterpass aufgeführte Befund eines "dorsonuchalen Ödems" ist missverständlich, in den Mutterschaftsrichtlinien nicht definiert und nicht mit der "Nackentransparenz" identisch. Die Nackentransparenz ist eine Struktur, die bei allen Feten erhoben werden kann, deren pathophysiologische Relevanz jedoch von ihrer Ausprägung abhängt. Dagegen beschreibt der Begriff des Ödems immer einen pathologischen Befund. Die sonographische Messung der Nackentransparenz zwischen 11 und 14 Schwangerschaftswochen mit konsekutiver Risikoberatung bezüglich des Vorliegens einer chromosomalen Störung oder einer Fehlbildung ist eine Leistung, die zu einer vorher durchgeführten Aufklärung verpflichtet. Sie ist gemäß den Mutterschaftsrichlinien nicht Bestandteil der Mutterschaftsvorsorge und somit eine Privatleistung. Hier gibt es aber in den Begriffen und den Erklärungen immer wieder Missverständnisse. Nach einem so genannten Nackenödem sollte beim Ultraschall durch den niedergelassenen Frauenarzt/Frauenärztin immer geschaut werden. Die Nackentransparenz (nuchal translucency, NT) resultiert aus einer subkutanen Flüssigkeitsansammlung im Bereich des fetalen Nackens, welche bei nahezu allen Feten sonographisch darstellbar ist. Die Nackentransparenz ist eine physiologische Erscheinung im Bereich des Nackens, die man per Ultraschall darstellen kann, und die in Abhängigkeit der Ausdehnung in Bezug auf das Schwangerschaftsalter und das Alter der Mutter einen Hinweis auf eine genetische Störung des Kindes, zum Beispiel eine Trisomie 21 (Down-Syndrom) geben kann oder auch ein Hinweis auf eine Missbildung im Bereich des Herzens oder einer Missbildung anderer Natur sein. Die Messung der Nackentransparenz (nuchal translucency) erfolgt zwischen der 10+3 SSW und 13+6 SSW (minimale fetale Scheitel-Steiß-Länge sind 45 mm, die maximale 84 mm). Durch die Messung der Nackentransparenz kann heute eine Risikoberechnung unter Berücksichtigung von Alter und Anamnese in Bezug auf die Trisomie 21 durchgeführt werden, die nach Angaben der Literatur bis zu 80% der erkrankten Feten erkennt. Unter Kenntnis der Werte (Alter der Mutter, Hintergrundrisiko und Nackentransparenz bei bekannter Scheitel-Steiß-Länge) wird durch die von der Fetal Medicine foundation in London zugelassenen und qualifizierten Ärzte mittels einer speziellen software das Risiko für eine genetische Störung berechnet. Die erhöhte Nackentransparenz stellt per se keine Fehlbildung dar. Wenn chromosomale Anomalien ausgeschlossen werden können, werden etwa 90% der Schwangerschaften mit einer Nackentransparenz unterhalb von 4,5 mm zur Geburt eines gesunden Kindes führen, die Prozentsätze für eine Nackentransparenz von 4,5 mm und 6,5 mm oder mehr betragen jeweils etwa 80% und 45%. Normalerweise vergrößert sich die Nackentransparenz mit dem Schwangerschaftsalter bzw. der Scheitel-Steiß-Länge. Das kombinierte Risiko errechnet sich aus der Multiplikation des mütterlichen Hintergrundrisikos und des schwangerschaftsalter-entsprechenden Risikos mit dem Multiplikationsfaktor, der sich aus der Zunahme des Messwertes für die Nackentransparenz errechnet. Wichtig in dem Zusammenhang ist es, darauf hinzuweisen, dass hinsichtlich der pränatalen Diagnostik zum Ausschluss etwaiger Fehlbildungen, Risikoeinschätzungen für genetische Störungen oder invasiver Maßnahmen, wie einer Amniozentese (Fruchtwasseruntersuchung) zunächst die ausführliche Information der jeweiligen Methoden im Vordergrund stehend. Die Entscheidung selbst kann und sollte aber nur das betroffene Elternpaar selbst fällen. Die hohe Zuverlässigkeit der Nackentransparenzmessung oder des Ersttrimesterscreenings hängt ganz wesentlich von der Qualifikation und Erfahrung des Untersuchers, sowie des Ultraschallgerätes ab. Es ist auch der Grund, dass besonderes Augenmerk darauf gelegt werden sollte, sich die Einrichtung, in der diese Untersuchung durchgeführt wird, rechtzeitig besonders gut auszusuchen. Sie sollte entsprechend qualifiziert sein, was auch heißt, dass vorher mindestens nach der Zertifizierung durch die Fetal-medicine-foundation in London gefragt wird, aber auch nach der Häufigkeit der Durchführung dieser Untersuchungsverfahren in der entsprechenden Einrichtung. Diese Voraussetzungen erfüllen deshalb vor allem Ärzte für Pränataldiagnostik in den dafür spezialisierten Zentren. Bitte nicht vergessen: Der sichere Ausschluss von Chromosomenstörungen ist nur durch eine Chorionzottenbiopsie oder Fruchtwasserpunktion möglich. VB


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hi, mach dir nciht so große sorgen dein arzt macht vieles und erzählt dir das garnicht die kurze zeit hat er alles im blick und wenn ihn was aufgefallen währ hatter dir auch was gesagt weil du die nackenfalte schnell siehst mienr hatte das in der 9 woche und ist dann inder 15 ssw gestorben also da ist sicherlich nix lg moni


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Hi, bei mir wurde die Nackenfalte extra in einer Untersuchung gemessen, ich wollte das so, weil sie mich am Anfang der SS gefragt hat, welche Untersuchungen ich machen lassen möchte. Ich hatte mich damals für die Feindiagnostik und die Nackentransparenzuntersuchung entschieden und das sind meiner Meinung nach beides Privatleistungen! Was hat Dein Arzt denn bzgl der Nackenfalte zu Dir gesagt? Das alles in Ordnung ist? Dann brauchst Du Dir doch keine Sorgen machen. Aber bei meiner NT war es so, dass zusätzlich zum Ultraschall Blut abgenommen wurde (von mir) und dann wird das Ergebnis berechnet, da kommt dann irgendne Wahrscheinlichkeit raus, das hat auch noch mit Deinem Alter zu tun und so, darum ist das privat, weil es ja doch recht aufwendig sein kann, denn um die Nackenfalte richtig zu messen, muss das Kind optimal liegen und das kann dauern, weil die sich ja auch bewegen! Ausserdem entstehen ja Laborkosten!


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