Frage im Expertenforum Schwangerschaftsberatung an Dr. med. Vincenzo Bluni:

Nabelschnuranomalie

Frage: Nabelschnuranomalie

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Hi Dr. Bluni, gestern beim Feinultraschall wurde folgendes festgestellt: singuläre Nabelschnurarterie re., Aplasie li. Da es keine weiteren Auffälligkeiten gab, soll ich mir keine Gedanken machen. Das Baby sei gesund. Ist wirklich alles in Ordnung? Hat diese Anomalie Auswirkungen auf die Geburt? (z. B. Versorgungsengpaß?) Ich bin 22+1 SSW, Fetale Maße im Normbereich, Gewicht 518 g. Vielen Dank Anja


Dr. med. Vincenzo Bluni

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liebe Anja, obwohl nach der Geburt die Nabelschnurgefäße ihre Funktion verlieren und insofern das Vorliegen einer singulären Nabelschnurarterie (SUA) keine wesentliche Fehlbildung zu sein scheint, kommt dieser Diagnose pränatal eine große Bedeutung zu. Das Fehlen einer der beiden Umbilikalarterien kann assoziiert sein mit intrauteriner Wachstumsretardierung und Frühgeburtlichkeit, angeborenen Fehlbildungen und Plazentaanomalien, intrauterinem Fruchttod sowie Chromosomenanomalien und genetischen Syndromen. Aber auch bei sonst unauffälligen Feten kommt die Agenesie (das Fehlen) einer Nabelschnurarterie vor. Also, bevor man sich hier verrückt macht, den Organultraschall abwarten, der hier schon eine Menge klären kann und mit dem Frauenarzt oder Frauenärztin über die Konsequenzen und eine mögliche weitere Diagnostik sprechen. VB


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