Frage im Expertenforum Schwangerschaftsberatung an Dr. med. Christian Karle:

Famenita

Frage: Famenita

N.b.97

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Sehr geehrter Herr Dr. Karle, ich befinde mich aktuell in der Schwangerschaftswoche 12+4 und nehme seit dem positiven Schwangerschaftstest Famenita 200 mg jeweils morgens und abends ein. Hintergrund ist, dass ich bei meiner vorherigen Schwangerschaft einen Missed Abort in der 11. SSW hatte. Bereits ab der 6. SSW traten damals Blutungen auf. Unter der Einnahme von Famenita hörten diese zunächst auf, kamen später jedoch stärker zurück. Daher wollten wir in dieser Schwangerschaft vorsorglich frühzeitig mit Progesteron beginnen. Mein Gynäkologe sagte zunächst, dass ich Famenita nach vollendeter 12. Schwangerschaftswoche absetzen könne. Beim gestrigen Termin meinte er allerdings, theoretisch könne ich es auch bis zur 36. SSW weiter einnehmen, wenn es mir dadurch mehr Sicherheit gebe. Leider verunsichern mich die vielen unterschiedlichen Erfahrungsberichte sehr. Einerseits lese ich häufig von Frauen, die nach dem Absetzen Blutungen oder sogar Fehlgeburten erlebt haben. Andererseits stoße ich auch auf kritische Aussagen zur täglichen Progesteron-Einnahme über einen langen Zeitraum in der Schwangerschaft. Deshalb bin ich aktuell unsicher, wie ich weiter vorgehen soll. Wie stehen Sie persönlich zu diesem Thema, insbesondere nach meiner Vorgeschichte? Würden Sie eher zum Absetzen nach der 12. Woche raten oder die Einnahme weiterführen? Vielen Dank im Voraus für Ihre Einschätzung. Mit freundlichen Grüßen Deine Schwangerschaftswoche: 13


Dr. med. Christian Karle

Dr. med. Christian Karle

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Guten Tag, eine Abortprophylaxe mit Progesteron bei Ihnen war eh schon sehr großzügig indiziert und eine Weiterführung jenseits der 12. SSW aus meiner Sicht nicht notwendig. Ausnahme wäre eine Prophylaxe bei Zervixinsuffizienz oder Frühgeburt in ihrer Anamnese?! Alles Gute wünscht Ihnen. Dr. Christian Karle


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