Mitglied inaktiv
Halo Dr. Bluni. Ich habe einige Fragen zu Medikamenten, vor einer eingetretenen Schwangerschaft. Ich nehme Euthyrox, wegen einer SD-Unterfundktion. Außerdem, wie von Ihnen emfpohlen Magnesium 300. Nun noch eine Frage: Ich nehme Folsäure 5 mg, nicht weil wir etwas in der Familie haben, sondern aus Angst, weil meine Ärztin beim ersten Kind mir das schon verschrieb. Meine jetztige Gyn meint, bei Risiko reichten 800µg. Was sagen Sie? Kann man Folsäure überdosieren und evtl ein FG auslösen? Außerdem nehme ich noch Curazink (Zink-Histidin) - soll angeblich eine SS förden. Quatsch? Und zu guter letzt: Ich nehme Vitamin B12 sublingual von Via Bona. Soll ebenfalls gut sein. (Siehe www.prxis-helms.de). Oder auch Quatsch? Jod darf ich ja nicht nehmen, damit fällt Femibion gaz weg. Gibt es auch Präparate mit DHA ohne Jod? Danke für die Antwort und liebe Grüße. Mahira
Liebe Mahira, 1. für alle Frauen ohne Risiko (Patientin mit Epilepsiemedikamenten oder Kindern mit einer Neuralrohrfehlbildung, wie einem offenen Rücken) wird eine perikonzeptionelle Folsäuresubstitution von 0,4 mg/Tag empfohlen. Für Frauen mit einem entsprechenden Risiko werden täglich 5 mg Folsäure empfohlen. Da eine Schwangerschaft aber nicht immer datumsgenau geplant wird, ist die Empfehlung, mit der Folsäuresubstitution spätestens dann zu beginnen, wenn verhütende Maßnahmen abgesetzt werden. 2. was die Frage nach einer Substitution von Nahrungsergänzungsstoffen & Vitaminen bei Kinderwunsch und in der Schwangerschaft angeht, so ist dieses für die sich normal ernährende und gesunde Mitteleuropäerin und Nordamerikanerin auf Folsäure und Jodid beschränkt. Eine darüber hinausgehende Vitaminsubstitution ist nach bisheriger Datenlage nicht zwingend notwendig, auch, wenn es für einige Substanzen einen gewissen Nachholbedarf gibt. Eine sinnvolle Substitution betrifft vor allem Folsäure, Jodid, Magnesium und/oder Eisen (bei nachgewiesenem Eisenmangel). 3. bei der folsäure gibt es bis heute keine Berichte über mögliche Überdosierungen. 4. Bei Verdacht auf eine bestehende Überfunktion bzw. Unterfunktion der Schilddrüse sollte vor jeder Form der Jodsupplementierung eine weiterführende Diagnostik erfolgen. Für den Fall, dass schon Medikamente wegen einer Schilddrüsenerkrankung eingenommen werden, ist es in jedem Fall ratsam, die Jodidsubstitution vorher mit der behandelnden Ärztin/Arzt abzusprechen, denn hier kann es schon mal sein, dass kein zusätzliches Jodid eingenommen werden darf. VB