Mitglied inaktiv
Ich bin in der 36.SSW.Ich leide seit der 20SSW unter Simphyseauflöckerung.Seit 1Woche ist alles so schlim geworden dass ich fast nicht mehr gehen kann.Treppen steigen geht gar nicht.Meine FÄ hat mich zum Orthopede geschickt,aber ich glaube auch nicht dass er mir helfen kann.Ich weine fast den ganzen Tag,manchmal wg.Schmerzen,manchmal weil ich nicht mehr kann.Ist ein Kaiserschnit auf Wünsch sinvoll??Ich habe angst das die Ärzte im Kh.Kein verständnis dafür zeigen.
liebe Evi, es gibt zu der Frage des optimalen Entbindungsmodus bei Symphysendehnung nur eine gering überschaubare Menge an Literatur. Gleiches gilt für die Frage, nach welchem Entbindungsmodus nun die anschließende Regenerationsphase im Hinblick auf die Symphysenbeschwerden die kürzeste ist. Bekannt ist, dass es in einer nachfolgenden Schwangerschaft mehrheitlich zu erneuten, meist stärkeren Beschwerden kommt. Insofern sollte die Frage nach dem geburtshilflichen Vorgehen hier immer individuell beantwortet werden, da hierzu mangels geeigneter Studien keine Leitlinien vorliegen. Ein Kaiserschnitt ist nicht zwingend erforderlich und die Diagnose "symptomatischer Symphysenschaden" ist für viele Geburtshelfer keine Indikation für einen primären Kaiserschnitt. Die Entscheidung für oder gegen eine Spontangeburt bzw. für oder gegen eine vorzeitige Geburtseinleitung sollte von den klinischen Beschwerden, dem Schwangerschaftsalter, und der ursprünglichen Geburtsvorstellungen der Frau abhängig gemacht werden. Der Einsatz der Periduralanästhesie kann gerade bei symphysären Schmerzen sehr hilfreich sein. VB