Mitglied inaktiv
Hallo... ich bin 35 Jahre alt und in der 32 SSW mit meinem zweiten Kind. Die Geburt meines ersten Sohnes dauerte nur knapp eine Stunde nach nächtlichem Blasensprung zuhause in der 38 SSW. Wir sind umgezogen und wohnen nun in Bayern auf dem Lande. Die Klinik mit angeschlossener Kinderklinik liegt knapp 35 Fahrminuten entfernt (ist mitunter die nächstliegende) und mein Mann brauch von seiner Arbeit nachhause knapp eine Fahrstunde. Somit wäre ich erst nach zwei Stunden in der Klinik. Dazu kommt, dass ich zurzeit Streptokokken B (massiv) habe und vor der Geburt eine Antib.gabe benötige. Was mache ich, wenn meine Fruchblase platzt oder ich plötzlich starke Wehen bekomme? Bis zur wievielten Woche darf ich mir einen Krankenwagen rufen, ohne diesen komplett (bis zur 500 Euro) bezahlen zu müssen? Ich habe leider Niemanden der mich fahren könnte, da unsere Familien und Freunde fast 400 km entfernt sind und meine Nachbarn alle berufstätig sind. Ich mache mir deswegen ziemliche Sorgen und hoffe Sie können mir helfen. Danke.
Hallo, sicher ist es hier empfehlenswert, sich mit der Hebamme und/oder Entbindungsklinik abzusprechen; ggf. die Rufnummer der Klinik neben dem Telefon griffbereit zu haben, nicht in Panik zu verfallen, ein Köfferchen mit den wichtigsten Utensilien gepackt zu haben und mit dem Partner insofern abzusprechen, was denn ist, wenn der Blasensprung eintritt und er nicht da ist. Da soll es heute ja mit Mobiltelefon eine Möglichkeit geben, sich zu verständigen. Darüber hinaus braucht die zu entbindende Frau mit Blasensprung nicht generell zu liegen oder muss sich gar generell per Liegendtransport in die Klinik begeben. Es sei denn, der Frauenarzt oder Frauenärztin vor Ort würde hier eine entsprechende Empfehlung aussprechen. Jedoch sollte die Frau nicht erst 12 Stunden warten, bis sie sich in die Klinik begibt, sondern sollte sich unmittelbar nach Blasensprung dort melden. Was die Frage nach einem generellen Liegendtransport bei Blasensprung angeht, kann ich dazu folgendes sagen: es ist sicher ein wenig verwunderlich, von wem denn eine solche Empfehlung ausgesprochen wird. Von der überwiegenden Mehrzahl der Frauenärzte in Klinik und Praxis scheint dies nicht zu stammen. Die allgemeine Empfehlung an die Schwangere, deren Fruchtblase zuhause springt, ist, sich kurzfristig in die Klinik zu begeben. Und dies geschieht in aller Regel per PKW, was auch sicher für die allermeisten Schwangeren ausreicht. Die Statistiken besagen, dass ein Nabelschnurvorfall bei 0,3-07% der Schwangeren vorkommt= 3-7 Nabelschnurvorfälle pro 1000 Schwangere; bei Beckenendlage und Querlage etwas häufiger. (Pschyrembel: Praktische Geburtshilfe). Das würde bedeuten, dass man in ca. 990 Fällen einen Krankenwagen (Transportkosten ca. 300-500 Euro) bestellt, obwohl dieser gar nicht notwendig ist. In Anbetracht dieser Zahlen und der nicht gegebenen ärztlichen Empfehlung, sich generell bei einem Blasensprung per Krankenwagen in die Entbindungsklinik zu begeben, würde ich eine solche Empfehlung nicht generell aussprechen. Ich bin mir natürlich bewusst, was ein Nabelschnurvorfall bedeutet und was für Konsequenzen dies hat. Aber: hier gibt es sicher Ausnahmen, die völlig berechtigt erscheinen, nach Blasensprung der Schwangeren einen Liegendtransport nahe zu legen. Das wären zum Beispiel eine Beckenendlage, Querlage, bekanntermaßen noch hoch liegendes Kind oder wenn der behandelnde Frauenarzt oder Frauenärztin dieses für die jeweilige Schwangere für ratsam hält. Vb
Mitglied inaktiv
die frage mit dem krankentransport würde mich auch mal interessieren. kann man sich eine ktw schein von der fa geben lassen(für den notfall)?
Mitglied inaktiv
Wenn ich du waere, wuerde ich mir eine Hebamme suchen, die auf Abruf bei dir sein kann, falls du es nicht mehr schaffst. Eine Beleghebamme, die dich dann auch ins KH begleitet waer doch gut. Wenn deine letzte Geburt problemlos verlaufen ist, kannst du vermutlich dein Kind auch zu Hause bekommen. Du haettest zumindest fuer den Notfall einen Profi an der Hand. Cata