Frage im Expertenforum Schwangerschaftsberatung an Dr. med. Vincenzo Bluni:

Konisation jetzt wirklich schon nötig?

Frage: Konisation jetzt wirklich schon nötig?

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Meine Vorgeschichte ist etwas lang. Ich (37 J.) hatte im Frühjahr 2004 zum ersten Mal PAPIIw, wurde vereist, alles okay. HPV war damals negativ. Im November 2005 dann wieder PAPA IIW der Ende Februar dann schon PAP IIId war. HPV wieder negativ wieder Vereisung. Auf eigenen Wunsch bin ich dann Anfang Mai 2006 zu einem Experten zur Dysplasiesprechstunde. Der konnte kolposkopisch nix entdecken wiederholte Abstrich wieder IIId. Seine Aussage: wir können das nochmal drei Monate so lassen (anscheinend hat die Vereisung beim ersten Mal geklappt und jetzt nicht, wobei die eh medizinisch eigentlich nicht vertretbar ist, zumal beiIhnen ja nie eine feingewebliche Untersuchung durchgeführt wurde) und kontrollieren das dann nochmal, aber ich gehe davon aus, daß das dann wieder IIId (zum dritten Mal innerhalb 9 Monate) sein wird und ich sie dann operiere (Konisation mittels Schlinge). Vorgestern dann der Kontrollanstrich. Noch kein Ergebnis, aber jetzt konnte man kolposkopisch was erkennen... Er geht davon aus, daß Ergebnis IIId bestätigt wird und Schlingenkoni erfolgen soll (angeblich so günstig etwas hoch am Rand gelegen, daß Gebärmutterhals gar nicht verkürzt wird). Meine Fragen: Ist die OP zum jetzigen Zeitpunkt wirklich notwendig? Ist das Krankheitsbild mit dem HPV negativ überhaupt möglich? Wäre es nichtratsam/möglich vorab erstmal eine Biopsie/endozervikale Kurettage durchzuführen bevor, ich die Konisation durchführen lasse? Bin sicher jemand, der das tun wird, was medizinisch nötig ist (und nicht zig Heilpraktiker/Homöopathen konsultieren) aber möchte einfach vor der OP wirklich aufgeklärt sein, ob sie (jetzt schon) nötig ist (zumal ich eine höllische Angst vor der Vollnarkose habe, die mir da droht). Danke im voraus für eine Feedback. Nachtrag: Ein gesundes Kind (3 Jahre) habe ich bereits aber unsere Familienplanung sollte eigentlich noch nicht abgeschlossen sein.


Dr. med. Vincenzo Bluni

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hallo Zora, wenn Sie es vor Ort schon mit einem Spezialisten für Dysplasie zu tun haben, denke ich, dass Sie dessen Einschätzung vertrauen sollten und er sicher am besten beurteilen kann, was das für Sie beste Vorgehen sein wird. Bei einem PAP IIID mit Verdacht auf eine mittlere (mäßige) Zellveränderung (Dysplasie) sollte die Kontrolle per Kolposkop und zytologisschen Abstrichen in Abständen von 3-6 Monaten, ggf ergänzt durch eine Biopsie durchgeführt werden. Sofern der Befund mehr als ein Jahr so bleibt, sollte eine Sanierung (sprich Konisation=Gewebeentnahme als Kegelausschnitt, in welcher Form auch immer)vorgenommen werden, unabhänig von einem HPV-Nachweis (Nachweis von Humanen Papilloma-Viren). Dieses entspricht den neuesten Empfehlungen des Berufsverbandes der Frauenärzte und der Arbeitsgemeinschaft Zervixpathologie und Kolposkopie. VB


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