Frage im Expertenforum Schwangerschaftsberatung an Dr. med. Vincenzo Bluni:

Kind senkt sich nicht

Frage: Kind senkt sich nicht

Mitglied inaktiv

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Lieber Herr Dr. Bluni, ich bin am Anfang der 39.SSW, es ist meine erste Schwangerschaft. Ich warte nun ungeduldig, dass es endlich losgeht. Aber mein Arzt meinte, dass Baby habe sich noch überhaupt nicht ins Becken gesenkt, liegt aber mit Kopf nach unten. Wenn nun Fruchtwasser abgeht, müßte ich mich ja liegend transportieren lassen, da das Kind nicht im Becken liegt. Ist diese Situation denn so außergewöhnlich? Ich kenne so viele Mütter, die alle normal per PKW in die Klinik fahren konnten - bedeutet das, dass sich bei allen das Kind gesenkt hatte und nur bei mir nicht?? Da die Gefahr eines Nabelschnurvorfalls ja sehr gering ist - kann ich trotzdem mit Auto fahren, oder ist das Risiko wirklich bei mir mehr gegeben als bei anderen? Vielen Dank im voraus für Ihre Hilfe. Viele Grüße I.


Dr. med. Vincenzo Bluni

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Hallo, das kann für Ihre Situation nur Ihre Frauenärztin/Frauenarzt einschätzen oder die Klinik. 2,die Schwangere braucht nach einem Blasensprung nicht generell zu liegen oder muss sich gar generell per Liegendtransport in die Klinik begeben. Es sei denn, der Frauenarzt oder Frauenärztin vor Ort würde hier eine entsprechende Empfehlung aussprechen. Jedoch sollte die Frau nicht erst 12 Stunden warten, bis sie sich in die Klinik begibt, sondern sollte sich unmittelbar nach Blasensprung dort melden. Was die Frage nach einem generellen Liegendtransport bei Blasensprung angeht, kann ich dazu folgendes sagen: es ist sicher ein wenig verwunderlich, von wem denn eine solche Empfehlung ausgesprochen wird. Von der überwiegenden Mehrzahl der Frauenärzte in Klinik und Praxis scheint dies nicht zu stammen. Die allgemeine Empfehlung an die Schwangere, deren Fruchtblase zuhause springt, ist, sich kurzfristig in die Klinik zu begeben. Und dies geschieht in aller Regel per PKW, was auch sicher für die allermeisten Schwangeren ausreicht. Die Statistiken besagen, dass ein Nabelschnurvorfall bei 0,3-07% der Schwangeren vorkommt= 3-7 Nabelschnurvorfälle pro 1000 Schwangere; bei Beckenendlage und Querlage etwas häufiger. (Pschyrembel: Praktische Geburtshilfe). Das würde bedeuten, dass man in ca. 990 Fällen einen Krankenwagen (Transportkosten ca. 300-500 Euro) bestellt, obwohl dieser gar nicht notwendig ist. In Anbetracht dieser Zahlen und der nicht gegebenen ärztlichen Empfehlung, sich generell bei einem Blasensprung per Krankenwagen in die Entbindungsklinik zu begeben, würde ich eine solche Empfehlung nicht generell aussprechen. Ich bin mir natürlich bewusst, was ein Nabelschnurvorfall bedeutet und was für Konsequenzen dies hat. Aber: hier gibt es sicher Ausnahmen, die völlig berechtigt erscheinen, nach Blasensprung der Schwangeren einen Liegendtransport nahe zu legen. Das wären zum Beispiel eine Beckenendlage, Querlage, bekanntermaßen noch hoch liegendes Kind oder wenn der behandelnde Frauenarzt oder Frauenärztin dieses für die jeweilige Schwangere für ratsam hält. VB


Mitglied inaktiv

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Das hat alles garnix mit dem Senken zu tun wie du in die Klinik kommst. 1. Muß deine Blase nicht zu hause platzen. Ich hatte das bei 4 Kindern nicht ein mal. 2. Rutscht so manches Kind erst, wenns direkt los geht. Ich bin bei 2 Kindern völlig normal mit dem PKW in die Klinik gekommen, bei einem mit dem Krankenwagen und eines (da eingeleitet) war schon in der Klinik. Laß es auf dich zukommen. Wenns losgeht wirst du merken, ob was platzt, ob Baby dann plötzlich runter rutscht und keine Panik :) lG Kerstin


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