Frage im Expertenforum Schwangerschaftsberatung an Dr. med. Vincenzo Bluni:

Kind drehen!

Rund ums Baby Adventskalender 2025
Frage: Kind drehen!

Mitglied inaktiv

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Hallo Dr. Bluni Ich bin in der 33 sten SSW und mein Kind liegt noch immer mit dem Po nach unten. Nun meine Frage, ist es für mich möglich etwas zu tun um mein Kind zu drehen, bzw. es dazu zu bewegen, das es sich von selbst dreht. Es ist sehr wichtig, da ich einen Kaiserschnitt wenn möglich vermeiden möchte, aber auch mein Kind, durch eine normale Geburt auf keinen Fall gefährden will. Made


Dr. med. Vincenzo Bluni

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hallo, wenn die Kinder sich bis zur 33. SSW nicht gedreht haben und hier auch schon dauerhaft in BEL liegen, dann sinken die Chancen auf eine spontane Wendung auf ca 10%. Vorher zu spekulieren über das wenn und aber, ist sicher nicht sinnvoll. Bleibt das Kind dennoch in BEL liegen, dann sollte man mit den Eltern ab der 34./35. SSW über die Konsequenzen, Möglichkeiten und Entbindungsmodus sprechen. Ab der 36. SSW sind die Chancen auf eine spontane Wendung sicher nur noch minimal. Ggf. kann man mit der Entbindungsklinik über eine äußere Wendung sprechen, diese wird jedoch nicht überall durchgeführt, ebenso wie eine Spontanentbindung aus BEL. Wo es in Ihrer Nähe eine solche Klinik gibt, sollte der FA Ihnen sagen können. Ansonsten kann man mit der Moxibustion (chinesische Heilkräuterzigarren) versuchen, das Kind zur Wendung zu bringen, oder auch mit der indischen Brücke; einer bestimmten Körperhaltung, mit der es in einigen Fällen klappt, das Kind zur Wendung zur bringen. Hier noch einige Anmerkungen zur äußeren Wendung, eine Frage, die von allgemeinem Interesse sein dürfte. Es gibt viele renommierte Vertreter (unter Ihnen der bekannte Prof. Saling in Berlin) , die die Wendung aus Beckenendlage befürworten; Sie finden aber mindestens genauso viele, die wegen möglicher Komplikationen diese Methode ablehnen. Wenn sie in einer Klinik durchgeführt wird, wo man damit Erfahrung hat, wo das Ganze dann in Kaiserschnittbereitschaft geschieht, kann man den Versuch sicherlich vertreten. Nicht alle Kliniken verabreichen der Schwangeren gleichzeitig wehenhemmende Mittel, das ist von Klinik zu Klinik verschieden. Man sollte die Schwangeren/das Paar aber ganz klar über die Erfolgsaussichten informieren, ihnen die Risiken erläutern (vorzeitige Lösung des Mutterkuchens, Blutungen, vorzeitige Wehen, akute Zustandsverschlechterung des Kindes, was einen Notkaiserschnitt notwendig machen kann, intrauteriner Fruchttod) Diese Komplikationen sind zum Glück selten, aber sie können vorkommen. Darüber hinaus kann man aus medizinischen Gründen nicht jedes sich in BEL befindende Kind wenden. Sollte die Schwangere sich über die -Erfolgsaussichten einer äußeren Wendung und den damit verbundenen Restrisiken im Klaren sein und ist ihr eine Spontanentbindung sehr wichtig, so sollte sie über einen derartigenn Wendungsversuch nachdenken. Sie sollte aber vorher noch mal ein intensives Gespräch mit der Klinik über das Vorgehen führen. VB


Mitglied inaktiv

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Hallo! Mein Sohn "saß" auch sehr lange falschherum. Wir haben ihn auf mehreren Wegen dazu gebracht, sich zu drehen: Die erste Methode ist so eigentümlich, daß man lacht, wenn man davon erfährt, doch sie hat funktioniert: Abends habe ich mich ins Bett gelegt und ersteinmal ganz lang entspannt und darauf gewartet, daß mein Sohn sich bewegt, also wach ist. Dann habe ich mich hingehockt und eine Taschenlampe genommen und bin im Dunkeln mit dem Licht über meinen Bauch "gefahren". Ich hatte mir von meiner Frauenärztin zeigen lassen, wo das Gesicht des Kindes war. Ich habe an diesem Punkt auf dem Bauch begonnen und bin dann in vielen, ganz langsamen Bahnen mit dem Licht in Richtung Becken gefahren, also sozusagen zum "Ausgang". Das habe ich etwa zwei Minuten gemacht und mich dann auf die Seite gelegt und wieder entspannt. Man glaubt es nicht, doch es ist wahr: zehn Minuten später fing es in meinem Bauch richtig an zu rumpeln - mein Kind drehte sich herum!!! Am nächsten Tag bin ich zur FÄ - sie bestätigte die Drehun g per Ultraschall! Leider hat sich mein Sohn danach noch fünf weitere Male gedreht! (Nach der 36. SSW.) Ein weiteres Mal gelang uns der Taschenlampen-Trick, doch er drehte sich danach immer weiter um und um. In der 38. Woche haben wir ihn dann von außen drehen lassen. In einem Krankenhaus wurde mir unter ständiger Beobachtung und am Wehenschreiber ein Entspannungsmittel für die Gebärmutter intravenös gegeben. Dann wurde das Kind von außen durch eine Oberärztin in die richtige Position geschoben. Es war keine sehr angenehme Prozedur, weil das Medikament zu einem schnellen Puls führt und das Drehen selbst einigermaßen wehtut (doch absolut erträglich!). Normalerweise wird danach der Bauch bandagiert, um ein Rückdrehen zu verhindern. Ich hatte das nicht machen lassen, weil ich meinen Sohn nicht zwingen wollte, in der Lage zu bleiben, falls er das partout nicht will. Danach war mein Sohn aber in der Kopf-über-Lage - und blieb da auch bis zur Geburt. (Eine Klinik, in der die "Äußere Wendung" gemacht werden kann, kann Dir sicher Dein FA sagen.) Herzlichen Gruß, Stephanie


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