Frage im Expertenforum Schwangerschaftsberatung an Dr. med. Vincenzo Bluni:

Keuchhustenimpfung / Windpocken

Frage: Keuchhustenimpfung / Windpocken

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Lieber Herr Dr. Blumi, ich müßte meine Keuchhustenimpfung auffrischen. Im Moment bin ich nicht schwanger, hätte aber ab August Kinderwunsch. Ist diese Impfung schädlich, wenn man sie ein 2 - 3 Monate vorher auffrischt? Ich hatte als Kind Windpocken. Stimmt das, dass wenn man in der Schwangerschaft mit den Windpockenerregern Kontakt hat, dass sie in einem solchen Fall Gürtelrose auslösen? Danke für Ihre Antwort. Viele Grüße Uta


Dr. med. Vincenzo Bluni

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liebe Uta, 1.nach einer solche Impfung ist es zu empfehlen, eine Wartezeit von etwa drei Monaten bis zu einer Schwangerschaft einzuhalten. 2. für die Schwangerschaft gilt folgendes: nach durchgemachter Infektion mit Windpocken besteht lebenslange Immunität und eine erneute Infektion mit Windpocken ist nicht mehr möglich. Auch wenn es viele Schwangere nicht wissen, besitzen ansonsten ca. 93-94% der schwangeren Frauen Antikörper und damit Schutz vor einer Erstinfektion mit Varizellen, dem Erreger der Windpocken. Theoretisch kann sie dann nur noch eine Gürtelrose bekommen. Dieses ist der gleiche Erreger (Varizellen). Von der geht nach bisherigen Erkenntnissen aber keine Gefahr für das Ungeborene aus. Nach vermeintlichem Kontakt sollte im Zweifel also zunächst der Immunstatus geprüft werden. In der Regel lässt sich anhand eines Titers schon sagen, ob eine Person nun Immunität hat oder nicht. Bestehen dennoch Zweifel, ist natürlich für all dieses Schwangeren ein gewisses Restrisiko einer Infektion gegeben. Das so genannte Varizellen-Hyperimmunglobulin muss innerhalb von 96 Std., besser sind 72 Std. nach Kontakt gegeben werden, wenn kein Immunschutz da ist, um einen Ausbruch abzuschwächen oder zu verhindern. VB


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