Frage im Expertenforum Schwangerschaftsberatung an Dr. med. Vincenzo Bluni:

kein Fruchtwasser

Frage: kein Fruchtwasser

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Sehr geehrter Herr Dr. Bluni, meine Schwägerin ist sehr verzweifelt, sie ist im 5. Monat schwanger und hat wohl nur sehr wenig Fruchtwasser. Die Ärzte raten entweder zur sofortigen Abtreibung bzw. sie solle abwarten. Das Baby wächst normal und auch genetisch ist alles in Ordnung. Sie hat im Internet gelesen, dass das Fruchtwasser aufgefüllt werden kann und hat ihren Arzt deswegen gefragt, aber der meinte, das sei veraltet, man würde das nicht mehr machen, da die Infektionsgefahr zu gross sei (Meinung Unispital Zürich). Was meinen Sie dazu? Kann ein Baby mit wenig Fruchtwasser überleben? Vielen Dank für Ihre Antwort!


Dr. med. Vincenzo Bluni

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hallo Käthi, wenn hier ein sehr früher Blasensprung ausgeschlossen werden kann, kommen unterschiedliche Ursachen dafür in Frage: generell lässt sich eine verminderte Menge an Fruchtwasser (Oligohydramnion) im letzten Schwangerschaftsdrittel in 3-5% aller Schwangerschaften nachweisen. Deshalb muss ein Oligohydramnion nicht gleich auf eine Störung des Kindes hindeuten. Es bedeutet jedoch, dass der Befund sonographisch kontrolliert wird. Bei Unklarheiten, einem Ahydramnion (=kein Fruchtwasser) und/oder anderen Hinweiszeichen, ist dann neben einer verminderten Funktionsleistung des Mutterkuchens auch auch nach Entwicklungsstörungen Fehlbildungen oder genetische Störungen zu suchen. Die Diagnostik ist am besten in einer entsprechend erfahrenen Einrichtung für Perinatalmedizin durchzuführen. Im zweiten Drittel findet sich ein Oligohydramnion nur in 0,2% der Schwangerschaften. In diesen Fällen findet man in 5-10% Chromosomenstörungen und in den überwiegenden Fällen Nierenanlagestörungen. Insofern sollten Sie immer die individuelle Einschätzung der Ärtzin/Arzt abwarten und dann schauen, was die ggf. durchgeführte, spezielle Ultraschalluntersuchung erbringt. Sofern schon früh in der Schwangerschaft die Fruchtwassermenge deutlich vermindert ist, kann sich dieses auf die körperliche Entwicklung des Kindes und hier insbesondere auf die Entwicklung der kindlichen Lunge auswirken. Aus diesem Grund sollte die Situation mit eine Einrichtung, wie oben erwähnt, besprochen werden. Dabei stellt die Amniozentese und gleichzeitige Auffüllung mit Kochsalzlösungen (eine Narkose/Betäubung ist nicht notwendig. Über eine Nadel wird eine Infusionslösung installiert) eine Option dar. Eine sicher kompetente Adresse in dieser Frage wäre z.B. die Universitätsklinik Bonn, Direktor Prof. Dr. U.Gembruch,Telefon: 0228 - 287 - 5942 Vielleicht kann man hier eine Zweitmeinung einholen, denn nach meinem Wissensstand ist die Auffüllung per Infusion ein nach wie vor übliches Verfahren bei verminderter Fruchtwassermenge. VB


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