Frage im Expertenforum Schwangerschaftsberatung an Dr. med. Vincenzo Bluni:

Kaiserschnitt oder doch spontan?

Frage: Kaiserschnitt oder doch spontan?

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hallo herr dr.bluni ich bin im moment etwas unsicher. am 19 februar 2005 habe ich per sectio (eph-gestose und fruchtwasserinfekt) eine kleine tochter geboren in der 38+5 ssw sie war eine mangelgeburt. nun bin ich wieder in der 29ssw schwanger. mein fa meinte das aufgrund der raschen ss-folge und der vorgeschichte wieder ein kaiserschnitt gemacht wird. vor kurzem war ich nun im kh und dort sagte man mir das ich normalwerweise auch spontan entbinden könnte wenn ab der 32ssw die dopplersonographie positiv ausfällt. nun frag ich mich was denn nun richtig wäre. kaiserschnitt oder spontangeburt? im moment verläuft meine ss wunderbar mein mädchen entwickelt sich zeitgerecht und etwaige dinge wie bluthochdruck usw habe ich auch nicht. was würden sie empfehlen und in wie weit habe ich ein mitspracherecht? liebe grüße lisa franke


Dr. med. Vincenzo Bluni

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hallo Lisa, 1. zu beantworten sind bei der Frage, ob bei einer Folgeschwangerschaft erneut ein Kaiserschnitt erfolgt, die folgenden Fragen: 1.warum wurde der Kaiserschnitt gemacht? Wie war der Geburts-und Wehenverlauf? 2. Gibt es bei der folgenden Schwangerschaft besondere, geburtshilfliche Risiken bei der Frau und während der Schwangerschaft? 3. Wie schwer ist das folgende Kind ungefähr bei Geburt? Dieses sollte um die 36. SSW durch Untersuchung und US abgeschätzt werden. 4. Wie sind die Bedürfnisse der Eltern hinsichtlich des Entbindungsmodus? 5. Was empfehlen Frauenarzt/ärztin und die Entbindungsklinik den Eltern? Generell ist es wohl sicher den meisten Fällen möglich, eine vaginale Entbindung spontan, per Saugglocke oder Zange auch nach einem Kaiserschnitt durchzuführen, ohne, dass hier Probleme entstehen. Und dieses auch nach einem Kaiserschnitt wegen einer Gestose. Einen Automatismus: "einmal Kaiserschnitt immer Kaiserschnitt" gibt es nicht. Dieses sollte aber in Absprache mit dem behandelnden Frauenarzt oder Frauenärztin und der Entbindungsklinik entschieden werden, wo die Frau sich eigentlich immer vor der Geburt vorstellen sollte und nach einem Kaiserschnitt vielleicht noch mehr, um über die Vor-und Nachteile und auch die möglichen Risiken des ein oder anderen Vorgehens zu sprechen. 2. die Zahlen der Literatur beziffern das Wiederholungsrisiko für eine Gestose (Präemklampsie) zwischen 19,5 -25,9%; es ist also nicht gerade gering. Nach einer Eklampsie ist das Wiederholungsrisiko etwa bei 21.9% bis 46.8% und nach einem HELLP- Syndrom zwischen 3-5% anzusiedeln. Nach einer Schwangerschaft mit einer Gestose sollte sicher vor einer erneuten Schwangerschaft nochmals der Hausarzt nach internistischen Symptomen, die von Herz-Kreislaufsystem ausgehen können oder auch die Niere betreffen können, schauen, um hier im Vorfeld entsprechende Risiken auszuschließen. Unter Berücksichtigung der Vorgeschichte sind entsprechende Hinweiszeichen frühzeitig zu beachten. Auch ist über eine US-Doppleruntersuchung zu sprechen, bei der man schon früher, als mit anderen Methoden, Hinweiszeichen für eine Gestose erkennen kann. Vorbeugend ist auf eine nicht zu hohe Gewichtszunahme zu achten und die prophylaktische Einnahme von Magnesium (z.B. Magnetrans forte) hat hier erwiesenermaßen einen vorbeugenden Effekt. VB


Mitglied inaktiv

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Hi! Ich bin zwar nicht der Doc, hab aber ein ähnliches "Problem". Mein Kleiner kam im Januar 05 in der 37.SSW auch aufgrund einer Gestose per KS zur Welt. Meine FÄ meinte, daß ich wohl spontan entbinden könnte, wenn ich wollte, aber sie eher zu einem KS rät, da die SS noch nicht lange her ist und eben die Narbe unter den Wehen reissen kann (was zwar sehr selten wäre, aber sie will kein Risiko eingehen) Ich werde auf jeden Fall die sichere Variante (also den KS) für mein Kind bevorzugen. Gruß Nicole


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