Frage im Expertenforum Schwangerschaftsberatung an Dr. med. Vincenzo Bluni:

Kaiserschnitt-gerne alle

Frage: Kaiserschnitt-gerne alle

Mitglied inaktiv

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Hallo, bei mir läuft die Geburt evtl. auf einen Kaiserschnitt hinaus. Ich würde mich gerne näher informieren, hätten Sie einen Tipp für mich? Außerdem wüßte ich gerne wie es danach ist, mit einem Geschwisterwagen (ich habe dann 2 Kleinkinder) schieben? Ich denke es ist wichtig dem Arzt mitzuteilen, daß wir evtl. ein 3. Kind möchten aber zur SS-Folge wird der Arzt eher nach dem Kaiserschnitt etwas sagen können, oder? Mein 1. Kind wurde spontan entbunden, jetzt habe ich z.Z. eine Steißlage- momentan rät der Arzt noch von einer Spontangeburt ab. Danke.


Dr. med. Vincenzo Bluni

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Hallo, im Folgenen einige Informationen zum Kaiserschnitt und zur Betäubung unter Kaiserschnitt: 1. in den großen Kliniken ist die Spinalanästhesie beim geplanten Kaiserschnitt sicher mittlerweile das Verfahren der Wahl. Eine Vollnarkose wird man hier nur noch in ganz begründeten Fällen durchführen, da die Risiken für die Frau deutlich höher sind. 3. Die Erfahrungen mit der Periduralanästhesie (PDA) unter der Geburt sind insgesamt sehr gute, da man neben der Schmerzlinderung zu einer Entspannung der Patientin beitragen kann, die den gesamten Geburtsverlauf erleichtern kann und auch dazu beitragen kann, Komplikationen zu reduzieren/verhindern. Die Schwangere erhält bei beginnender Muttermundseröffnung und voranschreitendem Geburtsverlauf je nach Bedarf und Zeitpunkt eine Periduralanästhesie. Diese gibt es auch in Form einer Tropfinfusion (Sufentanyl-PDA), mit der die Patientin herumlaufen kann. Bei der PDA (Periduralanästhesie)wird das Medikament zur Schmerzunterdrückung in den Raum vor dem Spinalkanal, also dort, wo sich die Rückenmarksflüssigkeit befindet, gespritzt und wird dann entweder regelmäßig nachgespritzt, über eine Pumpe regelmäßig nachgespritzt (über Anforderung der Patientin) oder als Dauerinfusion gegeben. Hingegen wird bei bei der Spinalanästhesie, die nur bei einem Kaiserschnitt durchgeführt wird, mit einer dünnen Kanüle das Betäubungsmittel direkt in den Raum, in dem sich die Rückenmarksflüssigkeit befindet, gespritzt. Bei beiden besteht das Risiko des Blutdruckabfalls, wobei das Risiko bei der Spinalanästhesie etwas höher ist. Die Spinalanästhesie ist aber aus eigener Erfahrung heraus ein hervorragendes Verfahren bei planmäßigem Kaiserschnitt, man hat die lange Vorlaufzeit von ca. 20 Minuten nicht. Jedoch wird diese Form der Anästhesie noch nicht in allen Abteilungen regulär angeboten. Es kann selten zu Komplikationen kommen, über die Sie der Narkosearzt eingehend aufklären wird. Unter anderem sind das der Abfall des Blutdrucks mit Verschlechterung der kindlichen Herztöne, Verletzung von Blutgefäßen und Nerven mit der extrem seltenen Komplikationen von Gefühls- oder Bewegungsstörungen, Kopfschmerzen oder ähnlichem. Es gibt hierzu den sehr informativen Aufklärungsbogen zur PDA der Universitätsklinik Düsseldorf im Internet. Er ist steht zum download zur Verfügung und bietet sicher noch einiges mehr an Infos, als ich es hier schon getan habe. Darüber hinaus kann er noch offene Frage vielleicht beantworten und auch eventuelle Ängste vor diesen Verfahren eventuell beseiteigen. Es gibt hierzu unter http://www.rund-ums-baby.de/pda.htm weitere Informationen. Auf den Internetseiten des Evangelischen Krankenhauses Düsseldorf können Sie einen Aufklärungsbogen zur Periduralanästhesie einsehen: http://www.evk-duesseldorf.de/pdfs/6dc7c_Aufklaerungsbogen_Anaesthesie.pdf 2. nach der Geburt wird der Katheter für die Spinalanästhesie gezogen, der der Periduralanästhesie kann noch verbleiben und zur Verabreichung einer Dosis zur Schmerzlinderung genutzt werden. Bei der Frauch nach Spinalanästhesie kann im Fall von Schmerzen auf andere Alternativen zurückgegriffen werden. 3. in beiden Fällen kann die Frau recht schnell nach der Geburt mobilisiert und zur Toilette gehen. 4. ohne zu detailiert zu werden möchte ich kurz das Vorgehen beim Kaiserschnitt darlegen: nachdem die Peridural-oder Spinalanästhesie liegt, wird beim Kaiserschnitt der Bauch mit einem Querschnitt inclusive der Fettschicht eröffnet. Die länglichen Bauchmuskeln werden auseinandergedrängt, dann wird dass obere Bauchfell eröffnet. Anschließend wird das sich auf der GEbärmutter befindende Bauchfell eröffnet und hierbei wird die Blase nach unten abgeschoben, um sie nicht zu verletzen (sie wird also nicht entfernt), danach wird die Gebärmutter eröffnet, das Kind wird geboren und anschließend alles wieder genäht, so dass die Operation nach ca 25-30 Minuten beendet ist. VB


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Hallöchen! Ich hatte keinen KS aber 2 Kleinkinder (13 Monate Unterschied). Ich würde mit dem Kinderwagen kein Problem sehen eher im alltäglichen Leben mit den Zwergen, Hohheben usw. Wie weit bist du? Vielleicht dreht sich ja das Baby noch oder es kann dazu bewegt werden. Immerhin gibts ja auch die Möglich keit mit BEL ein Baby normal zu bekommen aber das wird oft nichtmal in Betracht gezogen. Ich hatte ehrlich gesagt nach den beiden zwergen kein bedürfnis mehr auf ein weiteres Kind. Nicht, wil ichs nicht mögen würde aber echt... das wird echt stressig aber auch schön :) PS: Schreib doch mal im Forum "2 unter 2" da hat man vielelicht nen Rat für dich. lG kerstin


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