Frage im Expertenforum Schwangerschaftsberatung an Dr. med. Vincenzo Bluni:

Infektion

Frage: Infektion

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Guten Tag Herr Dr. Bluni, ich war gestern beim Arzt und der hat eine Pilzinfektion festgestellt. Ich bin in der 38 SSW! Meine Fragen ist es für die Geburt ein Problem, also fürs Baby kann es dabei auch eine Infektion holen? Meine zweite Frage ist wird eigentlich immer bei einer Infektion auch ein Test auf Streptokoken gemacht? Ich habe SOrgen da vor einigen Wochen meine Nichte bei uns war und sich hinterher rausgestellt hat das Sie eine Pilzinfektion mit Streptokokken Infektion hatte? Ich habe vorher noch nie eine Pilzinfektion gehabt, mache mir da natürlcih SOrgen! Vielen Dank Stern


Dr. med. Vincenzo Bluni

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Hallo, 1. anders als ein bakterieller Infekt stellt ein Scheidenpilz während der Schwangerschaft kein großes Risiko dar. Bei einer Infektion kurz vor der Geburt sollte der Geburtshelfer informiert sein. Die Neugeborenen können in den ersten Lebenswochen einen Pilzbefall im Mund- oder Windelbereich bekommen. Auf der Kopfhaut des Neugeborenen kann es zu einem schuppigen Belag kommen. Liegt eine solche Pilzinfektion in der Schwangerschaft vor, sollte man halt die zur Verfügung stehenden, antibiotischen Maßnahmen ergreifen; selbst bei Beschwerdefreiheit der Frau. 2. Entsprechend einer aktuellen Leitlinien der Fachgesellschaften für Gynäkologie & Geburtshilfe wird mittlerweile für alle schwangeren Frauen zwischen der 35.-37. Schwangerschaftswoche ein bakteriologischer Abstrich aus der Scheide empfohlen, um nach bestimmten Bakterien, den so genannten ß-hämolysierenden Streptokokken, zu suchen. Dieses ist aber keine so genannte S3-Leitlinie, die damit verbindlich wäre. Darüber hinaus ist diese Untersuchung kein Bestandteil der Mutterschaftsrichtlinien und kann ohne begründeten Verdacht oder Risiko auch nicht routinemäßig bei einer gesetzlich versicherten Schwangeren durchgeführt werden. Es sollte darüber informiert werden und dann kann die Schwangere entscheiden, ob Sie nach den Keimen suchen lassen möchte. Dann ist dieses aber eine Wunschleistung, die privat in Rechnung gestellt würde. Durchgeführt wird dieses mit einem Abstrichtupfer. Fragen Sie hierzu bitte Ihren Frauenarzt oder Frauenärztin. Ob es also wirklich sinnvoll ist, hier alle Schwangeren ohne Differenzierung zu testen, das möchte ich mal dahingestellt lassen. VB


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