Mitglied inaktiv
Guten Morgen Dr. Bluni! Was genau ist eigentlich eine Gestose? Wie entsteht sie und wer ist dafür besonders gefährdet? Werde irgendwie nicht ganz schlau daraus und möchte eine Gestose wenn möglich vermeiden! Bin jetzt in der 16. SSW und habe auch hin und wieder ein starkes Ziehen in der Leiste, ist das normal? Manchmal geschieht es wenn ich z.B. zu schnell aufspringe aber auch manchmal nachts wenn ich mich umdrehe. Dies hat nichts mit der obigen Frage zu tun, beschäftigt mich aber dennoch sehr. Ist es nur ein Dehnungsschmerz oder sind das vorzeitige Wehen oder Kontraktionen der Gebärmutter?! Dann noch eine andere Frage, wie genau werden die SSW gezählt? Z.B 15+6 oder 15+7 oder ist es dann schon 16+0?! Vielen Dank für Ihre Antworten!!
hallo, die SSW geht bis 15+6, danach kommt 16+0. Der Begriff beschreibt die EPH-Gestose (frueher auch Prae-Eklampsie/ pre-eclampsia oder "Schwangerschaftsvergiftung" genannt). Davon sind ungefaehr fόnf bis zehn Prozent aller Schwangerschaften betroffen. E= Edema=Oedeme/Wassereinlagerungen P=Proteinurie= vermehrte Eiweissausscheidung im Urin H=Hypertension=zu hoher Blutdruck Es gibt keine einzelne Ursachen fόr diese Erkrankung, sie wird z.B. nicht durch Bakterien oder Viren ausgelφst. Es gibt aber viele Hinweise darauf, daί die klassische Gestose mit den Symptomen Wassereinlagerungen in den Beinen und Hδnden (Φdeme), erhφhtem Blutdruck und Eiweiί im Urin durch akuten Naehrstoffmangel entsteht. Deswegen wird sie auch zunehmend "Stoffwechselstφrung der Spaetschwangerschaft" genannt. Es gibt noch andere Erscheinungsformen, bei denen z.B. die Oedeme fehlen kφnnen, das Baby aber nicht ausreichend versorgt wird (Plazentainsuffizienz). Diese Form entsteht meist durch Nδhrstoffmangel zu einem frόhen Zeitpunkt in der Schwangerschaft, manchmal sogar schon vor der Empfδngnis. Man weiί seit kurzer Zeit, daί auch immunologische Ursachen bei manchen Frauen zu dieser Erkrankung fόhren kφnnen. Die EPH-Gestose ist bis zu 50 Prozent verantwortlich fόr Frόhgeburten. Deswegen sollte es das grφίtes Ziel sein, eine zu frόhe Entbindung so weit wie mφglich zu verhindern. Manchmal muss aber trotzdem im Interesse von Mutter und Baby die Geburt vor dem Termin stattfinden. Eine besondere Variante ist das sog. HELLP-Syndrom, bei dem die Leberfunktion nachlδsst und so zu Gerinnungsstφrungen fόhren kann. Es macht sich sehr hδufig durch massive Oberbauchbeschwerden bemerkbar. Die Erfahrungen haben gezeigt, dass eine gute, ausgewogene Ernδhrung mit eiweiίreicher, kalorienreicher und keineswegs salzarmer Kost, einen positiven Einfluss auf den Verlauf der Schwangerschaft hat und das Auftreten einer Gestose in vielen Fδllen zu verhindern oder zu lindern hilft. Selbst bei schon bestehenden Beschwerden, vor allem Φdemen, kφnnen diese erheblich gemindert werden. Die bisher όbliche Behandlung mit Reis-/Obsttagen, salzarmer und flόssigkeitsreduzierter Kost sollte von jeder werdenden Mutter strikt abgelehnt werden, da sie nicht hilft und die Erkrankung sogar noch verschlimmern kann. Entwδsserungsmittel dόrfen schon seit 1986 nicht mehr eingesetzt werden, auch pflanzliche Entwδsserungsmittel, wie zum Beispiel Brennesseltee usw., sollten nicht stattdessen benutzt werden. Nicht zu vergessen ist die Magnesiumeinnahme, die sich erwiesenermaίen prophylaktisch erweist. Die Erfahrung lehrt, dass die Schwangerschaften völlig unterschiedlich verlaufen, mit eben völlig neuen und auch unterschiedlichen Erfahrungen bei bestimmten körperlichen Veränderungen. Ab dem 5./6. Monat können es schon mal leichte Kontraktionen sein ein Zusamenziehen der Gebärmutter mit Verhärtung des Bauches die infolge der kindlichen Aktivität hervorgerufen werden oder zum Beispiel durch zuviel Stress. Hier sind es dann aber keine vorzeitigen Wehen, die sich auf den Muttermund auswirken. Und diese haben auch keine negativen Auswirkungen auf das Kind. Ob es aber vielleich doch Verhärtungen sind, die eine Bedeutung haben und die vielleicht doch vorzeitigen Wehen entsprechen kann nur der behandelnde Frauenarzt oder Frauenärztin beurteilen. Bei nur leichten Verhärtungen sind die Ruhe und die Magnesiumeinnahme sicher sehr sinnvoll. VB
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