Frage im Expertenforum Schwangerschaftsberatung an Dr. med. Vincenzo Bluni:

Gestationsdiabetes bildet sich wieder zurück?!

Frage: Gestationsdiabetes bildet sich wieder zurück?!

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Hallo, bei meiner Frau wurde im ersten Drittel der Schwangerschaft ein Gestationsdiabetes festgestellt. Anfangs reichte kontrollierte Ernährung und Bewegung aus, später musste Insulin gespitzt werden in stetig steigenden Dosen. Dies wurde uns von FA und Diabetes-Facharzt auch so verhergesagt. Der erwartete Geburtstermin liegt nun in zwei Wochen. Seit ca. 2 Wochen sinken die nötigen Insulindosen, um die korrekten Blutzuckerwerte zu erreichen bzw. zu halten deutlich (von ca. max. 56 Einheiten abends auf nun ca. 28 Einheiten). Beibehaltung der bisherigen hohen Dosen führt zu Untertuckerung. Was ist von dieser Entwicklung zu halten? Ist das Baby in Gefahr? Natürlich machen wir uns dazu Gedanken, von Ärzten kam dazu bisher nichts ('noch nicht erlebt/ weiss auch nicht'). Durch die gute Blutzuckerkontrolle und -einstellung hat sich das Baby bisher vollkommen normal entwickelt. Vielen Dank für jegliche Info zur Frage! kaestop


Dr. med. Vincenzo Bluni

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hallo, 1. ja, dieses kann ein normaler und wünschenswerter Verlauf sein, dass bei guter Begleitung und Einstellung der Insulinbedarf wieder sinkt. 2. umso wichtiger sind die engmaschigen Kontrollen und die Begleitung durch einen Diabetologen. 3. nach einer Schwangerschaft mit einem GDM (Gestationsdiabetes=Diabetes in der Schwangerschaft) besteht ein Risiko von etwa 50% für das erneute Auftreten einer Glucosetoleranzstörung in der folgenden Schwangerschaft. Es ist also eine frühzeitige (in den ersten drei Monaten) Diagnostik und Besprechung des Vorgehens indiziert. Das individuelle Vorgehen hinsichtlich Ernährungsberatung und/oder medikamentöse Maßnahmen ist durch die diabetologischen Spezialisten vor Ort zu klären. 4.Frauen, die einen Schwangerschaftsdiabetes hatten, haben im Verlauf der folgenden 10 Jahre ein bis zu 30%iges Risiko, einen Diabetes zu entwickeln. Deshalb sollten die Betroffenen mit ihrem Diabetologen vor Ort über ihr Risiko und die sinnvollsten Kontrollen sprechen. Regelmäßige Nachkontrollen sind hier also extrem wichtig. Von einigen Fachvertretern wird deshalb für diese Frauen gefordert, jährlich einen oralen Glucosetoleranztest zu wiederholen. 5.Auf den Internetseiten der Deutschen Diabetes-Klinik an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf http://www.diabetes.uni-duesseldorf.de/download/DDFI_Broschuere_Schwangerschaft.pdf können Sie dazu eine sehr informative Broschüre für Betroffene downloaden. VB


Mitglied inaktiv

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Hallo Hr. Dr. Bluni, vielen Dank für die Info! Was bedeutet der Langzeitwert bei einem Diabetes? Anfangs war der Wert im Normalbereich, vor ca. 6 Wochen war der Wert bei 6.3, in dieser Woche bei 6.4. Ansonsten ist der Verlauf wie in meinem ersten Beitrag beschrieben. Kann man daraus etwas über den Schwangerschaftsdiabetes, die KIndsverfassung oder einen späteren Diabetes ablesen? kaestop


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