Frage im Expertenforum Schwangerschaftsberatung an Dr. med. Vincenzo Bluni:

Gelbkörperhormonschwäche?

Frage: Gelbkörperhormonschwäche?

Mitglied inaktiv

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Hallo, ich bin jetzt Mitte der 7. SSW und mache mir natürlich wie so viele andere womöglich viel zu viele Gedanken... Ich habe gelesen dass Fehlgeburten häufig durch zu geringes Gelbkörperhormon ausgelöst werden. Wird so etwas bei den Vorsorgeuntersuchungen untersucht ob genügend vorhanden ist? Oder gibt es für den Arzt vielleicht HInweise dass dieses Hormon zu gering sein könnte dass man vorbeugen kann? Oder findet man sowas nur durch gezielte Untersuchungen raus die in der Regel nicht stattfinden? Danke und viele Grüße, Kathrin


Dr. med. Vincenzo Bluni

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Hallo Katrin, 1. es ist ein nicht ungewöhnlicher Vorgang, daß manche Frauen erst ein oder zwei Fehlgeburten haben oder zwischendurch eine Schwangerschaft austragen, bevor eine sich dann (wieder) ein intakte Schwangerschaft entwickelt. Die Wahrscheinlichkeit eines positiven Verlaufes nach einer Fehlgeburt liegt aber bei etwa 85-90%! Nach der vollendeten 6. SSW ist das Fehlgeburtsrisiko so in etwa bei 12% und nach der vollendeten 12. SSW nur noch bei etwa 4%. Bei unauffälligem Verlauf der Schwangerschaft kann die Frau deshalb beruhigt sein und sollte bei etwaigen Ängsten mit ihrem behandelnden Frauenarzt oder Frauenärztin zu sprechen, der/die ihr diese dann sicher nehmen kann. Es gibt sicher keine absolute Garantie für einen positiven Verlauf. Eine gewisse Restunsicherheit besteht verständlicherweise für alle Schwangeren während der Zeit, in der nicht untersucht wird. Es gibt aber keine konkreten subjektiven Hinweise (mal von Blutungen, Schmerzen oder vorzeitiger Wehen abgesehen), die einem zeigen, dass vielleicht etwas nicht, wie erwünscht, verläuft.. Hier ist der Schwangeren zu empfehlen, sich bei Beschwerdefreiheit auf die aktuellen Untersuchungsbefunde zu verlassen und davon auszugehen, es mit der Schwangerschaft wohl auch in dem folgenden Intervall gut gehen wird. Bei etwaigen Beschwerden sollte die Frau sich vertrauensvoll an ihren behandelnden Arzt oder Hebamme wenden. Und: jede Schwangerschaft ist sicher einzigartig und kann individuell auch ganz anders verlaufen, bzw. von anderen Symptomen begleitet sein. Und dies selbst, wenn es schon vorher die ein oder andere Schwangerschaft gab und sie ganz anders verlief. Die Anwesenheit/Intensität eventueller, schwangerschaftstypischer Beschwerden hat nur selten eine klinische Bedeutung für den Zustand der Schwangerschaft. 2. eine frühe Fehlgeburt ist meist genetisch bedingt und nicht durch einen Gelbkörpermangel. Deshalb ist die Untersuchung daraufhin auch nicht notwendig, wenn keine besonderen Anlässe gegeben sind. VB


Mitglied inaktiv

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Manche Ärzte geben vorsichtshalber Utrogest, das wird auch nach Hormonbehandlungen und künstlichen Befruchtungen eingesetzt


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