Frage im Expertenforum Schwangerschaftsberatung an Dr. med. Vincenzo Bluni:

Cervixinsuffizienz

Frage: Cervixinsuffizienz

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Hallo Dr. Bluni, ich bin zum zweiten Mal schwanger (SSW31+1) Unser ersten Sohn kam in der SSW 32+0 obwohl ihc bereits 5 fünf stationär lag. Diagnose vorzeitige wehentätigkeit un cxverkürzung auf 11mm. Am Freitag wurden bei der VU regelmäßige Wehen festgestellt (wovon ich nicht gespürt habe) jedoch meine Cervix war 3cm (trichter) und unter Belastung stabil. Auf anraten meines Gyn. bin ich am gleichen Tag ins KH. Dort haben sie zwar keine Wehen feststellen können aber meine cervix war nur noch 2,2cm ich mußte das wochenende über dort bleiben habe 2x Celstan bekommen und wurde am Sonntag nochmal untersucht cx 2,1cm u unter Belastung stabil. Daraufhin sagte mir der GYn ich dürfte etwas spazieren u die Untersuchung werde am nächsten Tag wiederholt. Montag: cx 1,94 und unter Belastung 1,6 trotzdem wurde ich entlassen. Ich soll mich körperlich schonen und am weieter zu meinem Gyn zur Kontrolle erscheinen. Desweitern haben die Ärzt candida albicans festgestellt. Meine Frage ist nun kann es sein das die Abweichungen Messungenauigkeiten sind? Es ist immer 1 cm kürzer als die Messung meines Gyn. Ich liege fast den ganzen Tag traue mich nicht aus dem Haus und meine Mutter u mein Mann kümmern sich zu 99% um unseren Sohn. Wenn akute gefahr bestünde hätten die mich doch nicht entlasssen oder? Vor allem hatte ich die das ganze Woche keine Wehen. Wovon "bekommt" man eine Cervixinsuffizienz? In dieser SS hatte ich keinen Stress und eigrntlich auch nie beschwerden, ich verstehe das alles nicht mehr... Sorry für den langen Text Im voraus schon mal Dank Lg Assunta


Dr. med. Vincenzo Bluni

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Hallo, 1. physiologischerweise verkürzt sich der Gebärmutterhals gegen Ende der Schwangerschaft immer, was ein Zeichen dafür ist, dass sich die Gebärmutter auf die Geburt vorbereitet. Kommt es jedoch früh zu einer Verkürzung deutlich vor der 34. SSW, dann bedeutet dieses, je nach Ausprägung eine Risikoerhöhung für eine Frühgeburt. Diese Verkürzung wird durch eine vorzeitige Wehentätigkeit hervorgerufen, wobei die genauen Entstehungsmechanismen bis heute nicht eindeutig geklärt sind. Eine bakterielle Besiedlung ist sicher nur eine Erklärung. Die Länge alleine lässt keine Rückschlüsse zu, außer, dass man sagen kann, dass eine Länge von weniger als 2,5 cm mit einem erhöhten Risiko der Frühgeburt einhergeht und deshalb entsprechende Empfehlungen und Maßnahmen ausgesprochen werden. Wichtig ist es, hier immer den Gesamtzusammenhang zu sehen: Sehr hilfreich ist es, wenn bekannt ist, ob Beschwerden, wie Kontraktionen oder vorzeitige Wehen vorliegen oder es Hinweise für eine Entzündung im Bereich der Scheide gibt. Eine solche Entzündung mit Bakterien kann hier der Auslöser sein. Besonders bedeutsam ist, inwiefern sich im vaginalen Ultraschall Hinweise auf eine bedeutende Verkürzung des Gebärmutterhalses, ggf. verbunden mit einer Trichterbildung finden. In einigen Fällen hilft die körperliche Schonung mit Verzicht auf Sport und Verkehr und die prophylaktische Einnahme von Magnesium. Dieses beruhigt die Gebärmutter. In anderen Fällen reichen diese Maßnahmen alleine aber nicht aus. Manchmal ist dann auch eine stationäre Behandlung notwendig. Wie hier für Ihre persönliche Situation das sinnvollste Vorgehen aussehen sollte, kann sicher Ihre behandelnde Frauenärztin/Frauenarzt im Rahmen der Untersuchung beurteilen. Gegebenenfalls wird hier zur Entscheidungsfindung auch die Klinik mit einbezogen. 2. Grundsätzlich wäre zu sagen, dass die Ursachen für vorzeitige Wehen nicht immer klar sind. Es gibt eine Reihe von Risikofaktoren wie das Rauchen, Sozialstatus und insbesondere Infektionen im Bereich der Scheide, die dieses verusachen können. Das zahlenmäßige Wiederholungsrisiko kann ich hier nicht benennen. Dennoch ist es bei eine Folgeschwangerschaft um so wichtiger, schon rechtzeitig Hinweiszeichen zu beachten, wie Wehen, einer vorzeitige Verkürzung des GEbärmutterhalses und Infektionen im Vaginalbereich. VB


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