Frage im Expertenforum Schwangerschaftsberatung an Dr. med. Vincenzo Bluni:

Bin sehr verunsichert und brauche ihre Meinung!

Frage: Bin sehr verunsichert und brauche ihre Meinung!

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Guten Tag Herr Dr. Bluni, Ich bin sehr verunsichert und bräuchte Ihren Rat. Ich bin in der 30 SSSW, der errechnete ET ist der 03.07.06. Bis zur 24. SSW hat sich mein Baby ganz normal entwickelt, es entsprach von seiner Größe etc. immer der SSWoche. Seit der 24. SSW weichen die Daten allerdings immer mehr ab. Mittlerweile ist es von den Werten her bereits 3 Wochen dem ET voraus. Gerade der Kopf scheint um einiges größer zu sein als für die Woche üblich. Bei der letzten Untersuchung war ich SSW 29+3 und mein Arzt hat folgende Werte gemessen: BPD 8,5, ATD 8,3 und FL 6,2. Ich habe bereits eine Tochter (2,5 Jahre alt), die 10 Tage nach ihrem errechnetetn ET mit 50cm und 3.330gr. auf die Welt kam. Ich bin 1,72 cm groß, mein Mann 1,80. Wir sind beide eher der schlanke Typ. Nun mache ich mir große Sorgen, das mit dem baby etwas nicht in Ordnung ist, das es vielleicht eine Behinderung hat (mongolid evtl. wegen dem großen Kopf)oder ähnliches. Darüber hinaus mache ich mir auch Gedanken, wie groß mein baby dann erst bei der Geburt sein wird, wenn es jetzt schon so groß ist. Mein Arzt hat sich zu den Werten nicht weiter geäußert und meine Hebamme ist momentan im Urlaub. Deshalb wende ich mich nun an Sie. Für eine Antwort bedanke ich mich bereits jetzt ganz herzlich! liebe Grüße Melanie


Dr. med. Vincenzo Bluni

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liebe Melanie, 1.gewisse Differenzen im Ultraschall können sich natürlich zu jedem Zeitpunkt der Schwangerschaft ergeben, ohne dass dem automatisch eine klinische Bedeutung zukommen muss. Wichtig ist die Ausprägung der Differenz, ob sie schon immer da war und die Tatsache, ob diese Differenz im Laufe der Zeit zunimmt. Zeigen sich erhebliche Differenzen in den Messungen oder in dem ein oder anderen Maß und war die frühe Berechnung des Schwangerschaftsalters korrekt, ist immer die Frage, warum das Kind kleiner oder größer (=leichter oder schwerer!) ist bzw. warum das ein oder andere Maß deutlich abweicht und je nach Ausprägung würde man einen solchen Befund kurzfristig kontrollieren und bei erheblicher Abweichung die genaue Ursache abklären. Dieses kann ggf. durch einen Spezialisten für pränatale Diagnostik erfolgen. Sicher können große Eltern schon mal ein insgesamt schwereres Kind bekommen, wie auch umgekehrt. Bei Kindern, die der Zeit deutlich voraus sind, wäre aber auch ein Schwangerschaftsdiabetes auszuschließen. VB


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