Frage im Expertenforum Schwangerschaftsberatung an Dr. med. Vincenzo Bluni:

Bakterielle Entzündung

Frage: Bakterielle Entzündung

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Sehr geehrter Herr Bluni, Vor einer Woche war ich bei meiner Frauenärztin da meine Periode ausblieb und mein Schangerschaftstest positiv angezeigt hat.Sie sagte, ich wäre schwanger, da sie die Fruchthöhle sehen konnte jedoch nicht das Innenleben.Ob alles normal ist, kann sie erst am 8.09.06 sehen (7+1). Nun habe ich heute einen Brief von ihr erhalten, worin steht, das sie bei mir eine Infektion mit Bakterien entdeckt hat. Dazu hat sie mir ein Medikament aufgeschrieben : Cefaclor AL 500. Nun meine Frage:Kann diese bakterielle Entzündung bereit Schäden anrichten, da ich bis dato immer gelesen habe, das dies in der Frühschwangerschaft nicht erwiesen ist. Außerdem ist der Brief ist ein Vordruck und durch die Schwester unterzeichnet.Da ich evtl. noch nicht als schwanger geführt werde, habe ich Angst ein nicht für Schwangere geeignetes Medikament verschrieben bekommen zu haben..... Was meinen Sie? Vielen Dank im vorus Mine 03


Dr. med. Vincenzo Bluni

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hallo, 1. eine bakterielle Besiedlung der Vagina in der Schwangerschaft -bakterielle Vaginose - steht im Verdacht, insbesondere nach Ende des ersten Schwangerschaftsdrittels, für Fehlgeburten, vorzeitige Wehen, vorzeitigen Blasensprung und Frühgeburtlichkeit verantwortlich zu sein. Eine solche Besiedlung durch Betrachtung des Scheidensekretes im Mikroskop beim behandelnden Frauenarzt oder Frauenärztin und mit einer ph-Wert-Bestimmung ausgeschlossen werden. Neben Teststreifen die allerdings das Scheidensekret und nicht den Urin testen! gibt es mittlerweile im Handel auch Handschuhe zu kaufen, mit denen die Frau eine ph-Wert-Bestimmung eigenständig durchführen kann Aus dieser Erkenntnis heraus resultiert die Empfehlung, insbesondere bei Frauen mit einem Risiko, aber nicht bei allen Schwangeren, diesen ph-Wert regelmäßig zu kontrollieren, bzw. rechtzeitig eine so genannte bakterielle Vaginose auszuschließen und ggf. zu therapieren. Der pH-Wert der Scheide liegt normalerweise so bei 3,8-4,0. Ist er nach oben hin verändert, so ist das zunächst mal Ausdruck einer gestörten Scheidenflora, was entweder auf einen Mangel an Milchsäurebakterien zurückzuführen ist oder es kann Ausdruck eine bakteriellen Infektion sein. Und nur wenn hier bestimmte Keime vorhanden sind sollte entsprechend behandelt werden, weil hier das Auftreten vorzeitiger Wehen und Frühgeburtlichkeit begünstig werden kann. Man sollte sich aber darüber im Klaren sein, dass dieses nur eine Ursache neben diversen anderen zum Teil noch unbekannten Faktoren ist, die man für die Problematik der Frühgeburtlichkeit verantwortlich machen kann. Die bakterielle Besiedlung ist somit alleine sicher nicht der Weisheit letzter Schluss und das Problem ist viel komplexer. Insofern sollte jede Schwangere mit Ihrem behandelnden Frauenarzt oder Frauenärztin über die für sie individuell sinnvollste Diagnostik und die Risiken für oben genannte Probleme sprechen. 2. Cephalosporine, sind plazentagängig. Ausreichende Erfahrungen über die Anwendung beim Menschen liegen nicht vor. Der Tierversuch erbrachte aber keine Hinweise auf embryotoxische/teratogene Wirkungen. Insofern kann man sie unter strenger Indikationsstellung anwenden. 3. Empfehlenswert sind hier vor allem Inhalationen mit ätherischen Ölen und die Anwendung von Meersalz. Dabei sollte die Luft entsprechend angefeuchtet sein, um eine Austrockung der Schleimhäute zu verhindern. In ausgeprägten Fällen und nach Rücksprache mit Ihrem Arzt sind auch mal Nasentropfen erlaubt. Nach Informationen der Hersteller gibt es bei den Nasentropfen- und Sprays keine Hinweise für Schäden bei den Kindern. Man sollte sich allerdings an die Dosierung halten. Eine regelmäßige Anwendung ohne eindeutige Indikation ist sicher nicht zu vertreten. VB VB


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