Frage im Expertenforum Schwangerschaftsberatung an Dr. med. Vincenzo Bluni:

Angst vor Fehlgeburt

Frage: Angst vor Fehlgeburt

Mitglied inaktiv

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Hallo, ich hatte letzte Woche einen positiven Schwangerschaftstest und habe nächste Woche einen Untersuchungstermin bei meiner Frauenärztin. Ich habe sehr starke Ängste vor einer vorzeitigen Fehlgeburt (bin 28 und hatte noch nie eine Schwangerschaft). Ist die Wahrscheinlichkeit wirklich so hoch? Gibt es irgendwelche Maßnahmen zur Verhinderung einer Fehlgeburt? Sind die ph-Testhandschuhe sinnvoll? Ab wann kann man von einer erfolgserwartenden Schwangerschaft sprechen (ab 12. Woche?)? Vielen Dank für eine Antwort


Dr. med. Vincenzo Bluni

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hallo, 1. es ist ein nicht ungewöhnlicher Vorgang, daß manche Frauen erst ein oder zwei Fehlgeburten haben oder zwischendurch eine Schwangerschaft austragen, bevor eine sich dann (wieder) ein intakte Schwangerschaft entwickelt. Die Wahrscheinlichkeit eines positiven Verlaufes nach einer Fehlgeburt liegt aber bei etwa 85-90%! Nach der vollendeten 6. SSW ist das Fehlgeburtsrisiko so in etwa bei 12% und nach der vollendeten 12. SSW nur noch bei etwa 4%. Bei unauffälligem Verlauf der Schwangerschaft kann die Frau deshalb beruhigt sein und sollte bei etwaigen Ängsten mit ihrem behandelnden Frauenarzt oder Frauenärztin zu sprechen, der/die ihr diese dann sicher nehmen kann. Es gibt sicher keine absolute Garantie für einen positiven Verlauf. Eine gewisse Restunsicherheit besteht verständlicherweise für alle Schwangeren während der Zeit, in der nicht untersucht wird. Es gibt aber keine konkreten subjektiven Hinweise (mal von Blutungen, Schmerzen oder vorzeitiger Wehen abgesehen), die einem zeigen, dass vielleicht etwas nicht, wie erwünscht, verläuft.. Hier ist der Schwangeren zu empfehlen, sich bei Beschwerdefreiheit auf die aktuellen Untersuchungsbefunde zu verlassen und davon auszugehen, es mit der Schwangerschaft wohl auch in dem folgenden Intervall gut gehen wird. Bei etwaigen Beschwerden sollte die Frau sich vertrauensvoll an ihren behandelnden Arzt oder Hebamme wenden. Und: jede Schwangerschaft ist sicher einzigartig und kann individuell auch ganz anders verlaufen, bzw. von anderen Symptomen begleitet sein. Und dies selbst, wenn es schon vorher die ein oder andere Schwangerschaft gab und sie ganz anders verlief. Die Anwesenheit/Intensität eventueller, schwangerschaftstypischer Beschwerden hat nur selten eine klinische Bedeutung für den Zustand der Schwangerschaft. 2. der Scheiden-PH-Wert liegt normalerweise zwischen 3,8-4,0. Ist er nach oben hin verändert, so ist das zunächst mal Ausdruck einer gestörten Scheidenflora, was entweder auf einen Mangel an Milchsäurebakterien zurückzuführen ist oder es kann Ausdruck eine bakteriellen Infektion sein. Dieses lässt sich aber häufig schon im Mikroskop beurteilen. Und nur, wenn hier bestimmte Keime vorhanden sind, sollten diese natürlich behandelt werden, weil dann das Risiko für vorzeitige Wehen und Frühgeburtlichkeit erhöht ist. Sofern einer leichten Erhöhung des Wertes keine Entzündung zu Grunde liegt, kann der Wert auch mit Milchsäurebakterien in Zäpfchenform oder mit Vitamin-C-haltigen Vaginaltabletten angehoben werden Mit der Bestimmung des Ph-Wertes soll, wie oben angeführt, eine bakterielle Besiedlung der Vagina in d. Schwangerschaft ausgeschlossen werden. Dazu gibt es neben Teststreifen mittlerweile auch einen so genannten Testhandschuh. Er dient aber nicht dazu, das frühe Fehlgeburtsrisiko zu minimieren. VB


Mitglied inaktiv

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hallo dinchen, bin in der 10. ssw und und habe die gleichen Ängste wie Du. Manchmal freut man sich total und dann hat man gleich wieder angst es könnte noch was schief gehen. aber wenn man es sich mal richtig überlegt lässt ja gerade der körper nichts schief gehen und passt sozusagen auf uns unser würmchen auf. denn wenn es einfach nicht lebensfähig wäre oder sehr sehr krank dann ist es eine natürliche auslese und wohl auch besser so. Allerdings glaube ich auch man darf ruhig auch ein bisschen angst haben aber viel viel viel mehr sollte man sich über das kleine wunder, dass gerade in einem stattfindet freuen und das Best hoffen. wann genau die kritischste zeit vorbei ist, weiss ich leider auch nicht so wirklich, aber ich dachte auch ab der 12. ssw Hoffe ich konnte Dich ein wenig beruhigen und wünsche euch:-) alles Gute


Mitglied inaktiv

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Hallo ich kann dich sehr gut verstehen. Das geht wohl allen so, aber man kann es leider nicht verhindern. In den ersten 12 Wochen gilt das alles oder nichts Prinzip. Aber der 13. Woche sinkt das Fehlgeburtenrisiko dann drastisch (aber glaub mir, man ist nicht wirklich viel beruhigter, zumindest ich nicht) LG Bianca


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