Frage im Expertenforum Medikamente in der Schwangerschaft an Dr. med. Wolfgang Paulus:

Novalgin und Stillen

Frage: Novalgin und Stillen

Saiphy

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Im Krankenhaus habe ich gegen die Schmerzen einer tiefen Beinvenenthrombose Novalgintropfen bekommen. Im Beipackzettel steht nun, dass es besser nicht einzunehmen ist, wenn man stillt. Was ist denn nun richtig? Ich nehme es nur, wenn die Schmerzen nicht mehr auszuhalten sind, also keine Dauermedikation.


Dr. Wolfgang Paulus

Dr. Wolfgang Paulus

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Als Schmerzmittel der 1.Wahl gilt in der Stillzeit Paracetamol. Unter den nichtsteroidalen Antiphlogistika sollte in der Stillzeit Ibuprofen bevorzugt werden. Ibuprofen konnte z. B. bei therapeutischer Gabe von 800 bis 1.600 mg pro Tag nicht in der Muttermilch nachgewiesen werden. Abbauprodukte von Metamizol finden sich in der Muttermilch in vergleichbaren Konzentrationen wie im mütterlichen Serum. Nach 48 Stunden konnten keine Substanzen mehr in der Muttermilch nachgewiesen werden. Laut einem Fallbericht soll Metamizol eine Zyanose beim Säugling über die Muttermilch ausgelöst haben (Rizzoni & Furlanut 1984). Der Milch/Plasma-Quotient betrug in diesem Fall 1,3. Die Anwendung von Metamizol in der Stillzeit sollte daher möglichst vermieden werden.


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