Julikathi
Lieber Herr Dr. Paulus, bei mir muss dringend eine Magenspiegelung gemacht werden. Der Arzt lehnt das derzeit ab, da ich stille. Er meint, dass ich erst abstillen muss wegen der Schlafspritze. Stimmt das? Momentan nehme ich trotz starker Schmerzen nichts ein, da Omep laut Arzt auch nicht erlaubt ist in der Stillzeit. Heißt das, ich müsste ohnehin abstillen, um überhaupt eine Behandlung zu ermöglichen? Mein Baby ist noch sehr jung, daher würde ich lieber weiterstillen. Danke Ihnen!
Welches Präparat will Ihnen Ihr Arzt bei der Magenspiegelung spritzen? Für die Protonenpumpenhemmer Omeprazol und Pantoprazol liegen inzwischen in begrenztem Umfang Daten zum Übergang in die Muttermilch vor. Ein Fallbericht beschreibt die komplikationslose Anwendung von Omeprazol in der Stillzeit (20 mg pro Tag über drei Monate). Die Spitzenkonzentration in der Muttermilch betrug weniger als 7% der maximalen Konzentration im mütterlichen Serum (Marshall et al 1998). Nach Einnahme von 40 mg Pantoprazol fand sich bei Kontrolle über 24 Stunden nur ein geringer Übergang in die Muttermilch (Milch/Plasma-Quotient 0,022). Der Säugling nimmt darunter maximal 0,14% einer Erwachsenendosis auf. Komplikationen wurden in diesem publizierten Einzelfall nicht beobachtet (Plante et al 2004).
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