Frage im Expertenforum Kinderzahngesundheit an Dr. med. dent. Jacqueline Esch:

Was sind denn nun die wichtigsten Karien-Ursachen - Süßes oder Infektion?

Frage: Was sind denn nun die wichtigsten Karien-Ursachen - Süßes oder Infektion?

Mitglied inaktiv

Beitrag melden

Liebe Expertinnen, unser Zahnarzt sagt immer, Karies sei eine Infektionskrankheit, mit der Kinder sich anstecken könnten. Mir ist nicht ganz klar, welche Rolle denn dann Süßigkeiten spielen. Es kann ja nicht sein, dass starker Süßigkeitengenuss folgenlos bleibt, wenn ein Kind nicht mit Karies-Erregern infiziert ist, oder doch? Meine Tochter ist sieben Jahre alt und hat bisher keine kariösen Stellen. Ich erlaube ihr eine Süßigkeit pro Tag nach dem Essen, die sie sich aussuchen darf. Wir putzen zweimal täglich die Zähne, wobei sie selbst anfangen darf und ich dann nochmal nachputze. Leider durchkreuzen ihre Freundinnen aus der Nachbarschaft hartnäckig meine "Eine-Süßigkeit-pro-Tag-Strategie", indem sie sie täglich und meist mitten am Nachmittag mit reichlich Süßem versorgen. Meine Tochter schafft es natürlich altersmäßig noch nicht wirklich, hier Nein zu sagen. Da die Nachbarkinder extrem schlechte Zähne haben und die Schäden bei ihnen auch bereits das bleibende Gebiss befallen haben, mache ich mir ziemliche Sorgen. Wie kann ich die Zähne meiner Tochter gesund erhalten? Welche Rolle spielt die Karies-Infektion? Danke für Ihre Antwort und viele Grüße, Cornelia


Dr. Jacqueline Esch

Dr. Jacqueline Esch

Beitrag melden

Hallo, ich finde ihr Verhalten und Ihre Einstellung vorbildlich. Zu Ihrer Frage: Karies kann nur entstehen wenn mehrere Faktoren zutreffen. Kariesbakterien(über Speichel übertagbar)brauchen Substrat/Nahrung (Zucker..). Ihr Auscheidungssekret ist sauer und greift die Oberfläche der Zähne an und macht Sie anfällig. Der Faktor Zeit spielt eine wichtige Rolle. Also schnell dem Zahn wieder Mineralien zuführen(im Speichel gelöst). Zum Beispiel Kaugummi kauen. Und Zähne mit fl.Zahnpasta putzen, min 3 min. Fl. braucht eine gewisse Zeit um einwirken zu können und damit den Schmelz wieder zu stärken. Sie sehen, Ihr Kinderarzt und Sie haben beide recht. Viele Grüße


Mitglied inaktiv

Beitrag melden

iii


Bei individuellen Markenempfehlungen von Expert:Innen handelt es sich nicht um finanzierte Werbung, sondern ausschließlich um die jeweilige Empfehlung des Experten/der Expertin. Selbstverständlich stehen weitere Marken anderer Hersteller zur Auswahl.

Ähnliche Fragen

Hallo Frau Freundorfer.... ich habe eine Frage bezgl der Süßigkeiten ( heikles Thema)......mein Sohn ist 15 Monate alt und er bekommt eigentlich ab und zu Süßes...ich hatte bisher auch noch kein richtig schlechtes Gewissen, denn wenn wir nachmittags am Kaffetisch sitzen und er soll dann nur Obstbrei essen,...das konnte ich ihm dann auch nicht antu ...

Hallo Frau Dr. Esch, ich hatte vor ein paar Wochen Fragen zur Fluorose? meiner Tochter Miriam gestellt und Sie hatten mir angeboten, Ihnen Fotos zuzusenden. Diese habe ich am 10.03 an die EMail-Adresse info@kinderzahnaerzte.de gesendet. Über eine Antwort würde ich mich sehr freuen. Nun waren wir wieder bei unserem Zahnarzt. Der Zahnarzt stell ...

Hallo Fr. Dr. Esch, vielen Dank für Ihre Antwort. Also ich habe das mit meiner Frau jetzt "ausgerungen". - Morgens statt Haferflockenbrei mit Honig ein Brot mit Käse oder Wurst. - In der Schule auch ein Käse- oder Wurstbrot, Milch statt Kakao - Abends auch Wurst- oder Käsebrot mit Milch - Kakao oder Marmelade nur samst ...

Liebe Fr. Dr. Freundorfer und Fr. Dr. Esch, wiviel Süßigkeiten darf ein 2,5-jähriges Kind am Tag essen? Reicht es die Zähne zwei mal am Tag putzen? Danke!