Sokri
Sehr geehrter Herr Gagsteiger, im September 2016 wurde bei mir eine Laparoskopie durchgeführt, um eine Zyste am rechten Eierstock zu entfernen; während der OP wurden (auch ältere) Endometrioseherde gefunden und gleich mit entfernt, die Zyste war eine Endometriosezyste. Seit dem habe ich durchgängig die Pille genommen. Nun habe ich zwecks Kinderwunsch vor 9 Monaten die Pille abgesetzt und seither glücklicherweise gleich wieder einen relativ regelmäßigen Zyklus (zwischen 29T und 34T im Schnitt). Im August 2019 hatte ich leider wieder eine Eierstockzyste (5.3cm), die jedoch mit dem nächsten Zyklus wieder abging. Durch Messung der Basaltemperatur und der Analyse des Zervixschleims habe ich mittlerweile ein ganz gutes Gefühl für meine fruchtbaren Tage. Mein FA weiß von unserem Kinderwunsch und sagt, es sieht alles gut und gesund auf dem Ultraschall aus. Ich weiß aber auch, dass er mich natürlich beruhigen möchte (trotz meiner medizinischen Historie). Nun hat sich mein letzter Zyklus ungewöhnlich verlängert (fast zwei Wochen), mit Schmierblutungen zwischendurch. Meine Mens ist seit ca. 3-4 Monaten generell kürzer als die ersten Monate (max 3 Tage), mit relativ wenig Blutung. Mein FA will mich erst im Okt/Nov diesen Jahres zur jährlichen Kontrolle wieder sehen, sollte es bis dahin nicht mit der SS nicht klappen. Ich hätte gern eine Zweitmeinung, ob dies in meinem Fall ausreichend ist oder man ggf. doch weiterführende Untersuchungen z.B. in einem Kinderwunschzentrum angehen sollte? Ich danke Ihnen für Ihre ehrliche Einschätzung. Freundliche Grüße, Sokri.
Hallo, da gibt es eine ganz einfache Regel: Klappt es nicht innerhalb eines Jahres, sollte ein Arzt Sie und Ihren Mann untersuchen. Gibt es schon eine Vorgeschichte oder sind Sie älter als 35, sollte schon nach 6 Monaten eine erste Abklärung vorgenommen werden. Das Risiko, zu viel Zeit zu verlieren, steigt sonst deutlich. Viel Glück!
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