Maria_H
Sehr geehrter Herr Dr. Grewe, ich habe einen regelmäßigen Zyklus mit ES am 15. ZT, die Follikelreifung scheint laut Hormonwerten und Ultraschall in Ordnung. Nach einer frühen Fehlgeburt letzten Sommer versuche ich, wieder schwanger zu werden, bisher leider ohne Erfolg. Mein FA hat nun eine milde Stimulation mit FSH/hcG vorgeschlagen. Kann diese auch Nachteile mit sich bringen? Wenn ja, welche? Kann es hierdurch insbesondere zu hormonproduzierenden Zysten kommen? Oder dazu, dass der Zyklus durcheinander gerät? Ich habe ein kleines Myom am oberen Ende des Gebärmutterhalses (1 cm Durchmesser, wächst ganz langsam, war Ende 2016 bei 7 mm und hat in der letzten Schwangerschaft nicht gestört). Kann dieses hierdurch schneller wachsen? Danke und viele Grüße! Maria
Hallo, solange es bei einer milden Stimulation bleibt, sind die Risiken überschaubar. U.a. könnten aber natürlich mehrere Follikel heranreifen, so dass ein Mehrlingsrisiko besteht. Den Zyklus bringt das FSH in der Regel nicht durcheinander, das Zystenrisiko haben Sie in Abhängigkeit von der Zahl der Follikel. Dies halte ich aber für eher gering. Das Myom könnte tatsächlich relevant sein in Bezug auf den KiWu. Wenn es nah an der Schleimhaut sitzt, wäre eine Kontrolle zu diskutieren. Sollte das Myom unter der FSH-Gabe wachsen, wäre es mir lieber, dass dies im Rahmen der Stimulation schon auffällt, da es ansonsten sehr wahrscheinlich in der SS wachsen würde. Viele Grüße Christoph Grewe
Maria_H
Vielen Dank für Ihre Antwort! Das Myom wurde im Ultraschall beim FA 2016 erstmals entdeckt und mit 7 mm vermessen, am oberen (also Uterus) Ende des Gebärmutterhalses, zu 90% submukös, zu 10% schleimhautverändernd. Bei einem Fein-Ultraschall im April 2017 beim Direktor der hiesigen Frauenklinik, wurde die Größe mit 5 mal 7 mm vermessen, im Bereich der Uterusvorderwand, submukös gelegen. Jetzt aktuell wurde es beim FA mit 1 cm vermessen. Mir wurde damals und jetzt gesagt, es liege so weit unten, dass sich dort ohnehin kein Embryo einnisten würde. Ich habe seither eine Schwangerschaft problemlos ausgetragen (2018). Wie ist Ihre Einschätzung vor diesem Hintergrund? Was würden Sie mir empfehlen? Viele Grüße, Maria
Hallo, wenn es schon vor der SS da war, ist die Wahrscheinlichkeit, dass es einen Einfluss hat natürlich gering. Wenn es aber nach der SS größer geworden ist, kann auch ein kleines submuköses Myom die Chancen verringern. Es könnte beispielsweise das Milieu verändern, so dass die Spermien nicht mehr aufsteigen können. Viele Grüße Christoph Grewe
Maria_H
Vielen Dank für Ihre Antwort! Es ist nicht ganz klar, ob es gewachsen ist, nachdem die jetzige Messung mit 3mm mehr Durchmesser von meinem FA vorgenommen wurde und die Messung vor der SS in der Frauenklinik erfolgte. Ich nehme an, das könnten auch Messunterschiede von zwei unterschiedlichen Untersuchern sein, oder? Ich bin letztes Jahr im Juni das letzte Mal schwanger gewesen, daraus wurde leider ein Abgang Mitte August. Seit Oktober versuchen wir es ohne Erfolg. Halten Sie eine erneute Messung in der Frauenklinik für sinnvoll? Gibt es speziell eine Möglichkeit, herauszufinden, ob das Myom das Milieu verändert? Oder was für eine sonstige Kontrolle würden Sie empfehlen? Herzliche Grüße, Maria
Hallo, bei einem submukösem Myom würde ich immer eine Gebärmutterspiegelung empfehlen. Alle anderen Methoden sind zu unsicher. Viele Grüße Christoph Grewe
Maria_H
Vielen Dank für Ihre Antwort! Welche Erkenntnisse gewinnt man durch eine Gebärmutterspiegelung, die man im Ultraschall nicht erzielen kann? Meinen Sie mit "Milieu" die Transportfunktion oder noch etwas anderes? Könnte man die Transportfunktion anhand einer Eileiterdurchlässigkeitsprüfung überprüfen, d.h. wenn die eingebrachte Flüssigkeit von der Gebärmutter transportiert wird, werden es auch die Spermien? Nochmals herzliche Grüße! Maria
Hallo, Wenn das Myom in die Gebärmutterhöhle hineinragt, hat es mit hoher Wahrscheinlichkeit einen Einfluss auf die Einnistung und sollte es nahe am Gebärmutterhalt sitzen auch auf das dortige Milieu. Dann könnte es einen Einfluss auf die Spermien haben. Die Gebärmutterspiegelung ist viel genauer als der Ultraschall und ggf. auch gleichzeitig die therapeutische Option. Viele Grüße Christoph Grewe
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