Mitglied inaktiv
Hallo, habe im Juli diesen Jahres eine verhaltene Fehlgeburt in der 10. SSW erlitten, dann erfolgte Ausschabung in der 11. SSW. Eine Nachkürette wurde dann im Oktober durchgeführt, da Schmerzen und vermehrte Gewebeansammlung in der Gebärmutter. Bei mir besteht seit dem Juni 2008 ein PAP III, wurde auch im September erneut festgestellt, nächster Test erst im Januar. Aufgrund von Venenproblemen wurde mir die Einnahme von Aspirin empfohlen, ist das ratsam und wie sollte die Einnahme erfolgen. Kann man trotz Gebärmutterhalskrebs überhaupt ein Kind bekommen?? Kann man mit der Venenschwäche überhaupt schwanger werden und ein gesundes Kind bekommen?? Bitte um Hilfe
Mitglied inaktiv
Hallo Steini2006, da muss ich erst mal ein bisschen sortieren: 1. Pap III ist ein sehr häufiger Untersuchungsbefund, der auf eine - meist reversible - Gewebsveränderung im Bereich des Gebärmutterhalses hinweisen kann. bis zur Rückbildung braucht es aber etwas an Zeit und sollte beobachtet werden. Ein Gebärmutterhalskrebs ist es NICHT. Bei gleichzeitigem Vorhandensein bestimmter Viren (HPV high risk) kann die Wahrscheinlichkeit, dass sich im Laufe der Zeit Krebsvorstufen bilden etwas erhöht sein. Es gibt die Möglichkeit nach solchen Viren zu untersuchen. Bei Verschlechterung des Abstrichbefundes und Verdacht auf Krebsvorstufen besteht die Möglichkeit, einen Gewebskeil (Konus) aus dem Gebärmutterhals zur Untersuchung zu entnehmen (Konisation). Damit wären die Vorstufen auch ausreichend behandelt. Eine Schwangerschaft wäre dennoch möglich. 2. Venenprobleme ist ein großer Begriff. Meinen Sie damit, dass Sie Krampfadern an den Beinen haben? Falls ja, dann ist die Vorbeugung einer Thrombose mit Aspirin meines Wissens nicht sinnvoll, sondern Stützstrümpfe und in Risikosituation Heparinspritzen und falls nötig die Krampfaderentfernung. Auf das schwanger werden haben Krampfadern keinerlei Einfluss. Während der Schwangerschaft und insbesondere im Wochenbett ist das Thromboserisiko erhöht. Daher sind Vorbeugungsmaßnahmen (Bewegung, Stützstrümpfe usw.) wichtig. Ich hoffe Ihnen mit diesen Angaben etwas weiterhelfen zu können, aber natürlich bleibt Ihr Frauenarzt der wichtigste Ansprechpartner. mfG N. Nassar
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