Frage im Expertenforum Kinderwunsch an Dr. med. Klaus Bühler:

Schwanger mit 42

Frage: Schwanger mit 42

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Lieber Herr Dr. Bühler, meine 3 Kinder (1992, 1994 und 1997 geboren) habe ich ( geb. 1961) alle ohne "Wartezeiten" bekommen, d.h. ich war jedes Mal sofort schwanger. Vor 2 Jahren und 4 Monaten verloren wir unser 3. Kind durch eine schwere Erkrankung, nachdem wir 3 Jahre lang mit ihm durch die "Hölle" verschiedener Chemotherapien gehen mußten. Ich wog nur noch 46 kg ( Größe 1,66 ). 6 Monate nach seinem Tod ließ ich mir meine Spirale entnehmen, ein halbes Jahr später ( mein Gewicht war wieder bei meinen normalen 52 kg ) hatte ich eine Fehlgeburt in der 8. Woche und nochmal 7 Monate später eine weitere Fehlgeburt in der 11. Woche. Mein Mann und ich ließen uns untersuchen, bis auf meinen niedrigen Progesteronwert war jedoch alles o.k., auch Eisprung vorhanden. Seit 5 Monaten nehme ich jetzt Progesteron in der 2. Zyklushälfte, jedoch immer noch ohne Erfolg. Mein Frauenarzt fragte mich, ob ich noch Geduld hätte oder ob wir eventuell eine Hormonbehandlung in Erwägung ziehen wollten. Er sprach davon Clomifen - Tabletten zur Unterstützung der Eizellreifung zu versuchen, da er meint dass eventuell die Qualität der Eizelle aufgrund meines Alters nicht mehr optimal sei. Wir möchten natürlich keine Zeit unnötig verlieren und - wenn wir eine Hormonbehandlung machen - auch keine "Versuche" machen sondern eine Behandlung wählen die für unsere Situation angemessen ist. Meine Frage an Sie ist deshalb die, ob ich in meiner Situation die Clomifen- Behandlung versuchen soll oder ob Sie zu einer anderen (eventuell für unsere Situation effektiveren ) Hormonbehandlung raten würden. Ich freue mich auf Ihre Antwort, herzliche Grüsse Michele


Dr. Klaus Bühler

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Liebe Michele, es ist sicherlich nicht verwunderlich, wenn all der Schmerz, den Sie in den letzten Monaten durchleben mußten, ncit spurlos an Ihnen vorübergegangen ist. Kann er gar nicht. Inwieweit dadurch auch Ihre Möglichkeiten, wieder ein Kind, das ein ganz anderes würde - und ich bin ganz sicher, daß Sie ihm nicht eine "Ersatzrolle" aufbürden!! -, zur Welt zu bringen, beeinträchtigt wurde, läßt sich nicht ermessen. Es kommt ja auch ein ganz gewichtiger Faktor hinzu: Alter. Mit zunehmendem Alter ist die Häufigkeit, eine FG zu erleiden größer und die SSR eben geringer. Diese kann mittels Hormontherapie noch verbessert werden, wobei die Erfahrung zeigt, daß deis mittels "Spritzenbehandlung" noch besser geht. Es muß dann aber eine sorgfältige Überwachung geschehen, daß eben keine Überreaktion (die es 'mal bei Clomiphen auch geben kann) eintritt. Viel Glück und alles Gute Ihr KB


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Lieber Herr Dr. Bühler, herzlichen Dank für Ihre Antwort. Sie hilft mir sehr, den Weg weiterzugehen. Viele Grüße Michele


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