Frage im Expertenforum Kinderwunsch an Prof. Dr. med. Barbara Sonntag:

Kinderwunsch mit 42 - aufgeben?

Frage: Kinderwunsch mit 42 - aufgeben?

TildaBlau

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Sehr geehrte Frau Dr. Sonntag, Ich bin nun 42 und habe nach über 2 Jahren erfolgloser Kinderwunschbehandlung fast keine Hoffnung mehr. 8 x ivf / icsi! Nur einmal eine kurze Schwangerschaft, endete in 7. Woche. Nach Hormonen (menogon, bemfola bzw puregon) im Schnitt jedes Mal ca 7 Eizellen gewonnen, könnte natürlich besser sein, aber in meinem Alter wohl normale Ausbeute. Befruchtungsrate 60 bis 80%. Immer Transfer von ein bis zwei zeitgerechten Embryonen tag 3 oder 5 nach PU. Es wäre leichter für mich, wenn meine Werte katastrophal wären und man mir ins Gesicht sagen würde, dass ich mein Geld für besseres ausgeben sollte. ( bin zu 100% Selbstzahler, da alleinstehend, ich versuche es stets mit Spendersamen von der Samenbank, in meinen "guten" Jahren konnte ich es leider nie auf natürlichem Weg versuchen mangels Partner). Jedoch gibt es keinerlei Befunde, die irgendwie nahe legen müssten, dass ich es nicht mehr versuchen sollte. Blut und Hormonwerte, Abstriche, Ultraschall immer alles gut, großes Blutbild zuletzt im April erhoben, bezeichnet meine Ärztin als super, AMH bei 3,4. Schleimhaut immer prima aufgebaut, bisher keine Hinweise auf Prämenopause, regelmäßige Eisprünge, Endometriumbiopsie ohne auffällige Befunde, Eileiter durchlässig, kein pco, keine Endometriose usw. Nie geraucht oder andere Dummheiten. Normalgewicht. Dass ich nicht mehr viele entwicklungsfähige Eizellen habe, ist mir bewusst, aber von 56 entnommenen EZ(!) soll keine einzige etwas getaugt haben? Sind wirklich alle genetisch fehlerhaft? Denken Sie ich kann noch etwas abklären lassen? Schilddrüse ist optimiert durch L-Thyroxin. Da die Hormonhämmer mich körperlich stressen, Haarausfall, Akne, schlechte Laune, würde ich am liebsten nur noch so natürlich wie möglich herangehen mit GV nach Plan (wäre möglich), leichter Stimulation oder sogar nur ES-Auslöser und dann Insemination anstatt dem Punktions- und transfer-Stress. Was meinen Sie dazu? Sie dürfen mir ehrlich sagen, wenn sie für mich keine Hoffnung mehr sehen, nur weiß ich einfach nicht wie es weitergehen kann, der riesige Kinderwunsch besteht so lange und ich sehe noch nicht, dass es komplett ausgeschlossen ist. Lg Tilda


Prof. Dr. Barbara Sonntag

Prof. Dr. Barbara Sonntag

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Spender haben Sie sicher auch mal gewechselt? Gebärmutterspiegelung oder sogar Bauchspiegelung erfolgt? Eileiterdurchlässigkeit müsste vor Insemination geprüft werden, auch Schleimhaut-Probe zum Ausschluss einer chronischen Entzündung empfohlen. Kein PCOS bei AMH 3 (ng/ml?) und 42 Jahre eigentlich kaum zu glauben.


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