Mitglied inaktiv
Sehr geehrter Prof.Dr. Michelmann, ich hoffe, ich bin mit meiner Frage bei Ihnen als Biologe richtig. Nach insgesamt 3 ICSI-Transfers wurde ich zweimal schwanger. Leider hatte ich dann bei beiden SS eine FG in 7. bzw. 8. SSW. Bauchspiegelung, Gebärmutterspiegelung, Hormone usw. wurden bereits vor der ICSI untersucht. Ebenso die humangenetische Untersuchung. Nach der 2. FG wurden jetzt von unserem KiWu-Zentrum sehr ausführliche zusätzliche Blutuntersuchungen gemacht. Die Auswertung dauerte mehrere Wochen und wir haben jetzt das Ergebnis bekommen. Beim Gespräch mit unserem behandelnden Arzt wurde uns gesagt, dass die weiterführende Diagnostik keinen negativen Befund gebracht hat - alles ist soweit in Ordnung (keine Autoimmunerkrankungen usw.usw.). Aufgrund dieses Befundes haben wir uns jetzt auch zum Weitermachen entschieden. Der nächste Versuch steht für Mitte Mai an. Beim Sortieren meiner Unterlagen bin ich jetzt auf den Befund der humangenetischen Untersuchung gestoßen. Ich schreib jetzt einfach mal daraus ab: "wir fanden mit 46, XX, 14pss bei Frau K. einen numerisch unauffälligen, weiblichen Chromosomensatz (550 Banden). Am kurzen Arm eines Chromosoms 14 findet sich eine doppelte Satellitenregion. Es handelt sich hierbei um eine Normvariante, der nach heutigem Kenntnisstand keine klinische Bedeutung beizumessen ist. Bei Herrn K. war mit 46, XY ein numerisch und strukturell unauffälliger männlicher Chromosomensatz zu finden (550 Banden). Lichtmikroskopisch ergibt sich kein Hinweis auf strukturelle Auffälligkeiten, die im Zusammenhang mit der ungewollten Kinderlosigkeit gesehen werden könnten, insbesondere nicht auf eine Translokation." Ich würde gerne wissen, wie Sie den Befund bewerten. Ich lese zwar heraus, dass soweit alles in Ordnung scheint, frage mich aber trotzdem, ob die wiederholten FG in Zusammenhang mit dieser Normvariante auf Chromosom 14 zu tun haben könnten. Und stelle dementsprechend natürlich evtl. weitere Versuche in Frage. Andererseits hätte unser KiWu-Doc doch sicher was gesagt... Vermutlich sollten wir medizinischen Laien gar nicht soviele Befunde lesen, die wir dann doch nicht deuten können. Andererseits will man ja wissen, was los ist. Ausserdem verlange ich von Ihnen wahrscheinlich wieder die Fähigkeit zu "orakeln" - aber das sind Sie von uns KiWulerinnen ja schon gewöhnt. Ich würde mich freuen, wenn Sie mir trotzdem nen kleinen Satz dazu schreiben könnten. Vielen Dank und ein "gutes Nächtle" aus dem Schwabenland! Hera
Hallo Hera, der Befund weist auf keine Auffälligkeiten hin. Die für einen Laien etwas komplizierten Sätze sagen nur aus, wie genau die Analyse gemacht wurde (Anzahl der ausgewerteten Banden). Chromosomen weisen häufig Veränderungen auf, die nur mit einer aufwendigen Bandentechnik gesehen werden können. Diese Veränderungen sind aber im Hinblick auf die Fruchtbarkeit belanglos. Fehlgeburten treten leider sehr häufig auf. Die Ursachen sind meist numerische Chromosomenaberrationen, die im Laufe der Reifeteilung in der Eizelle kurz vor der Befruchtung auftreten. Ich wünsche für den nächsten Versuch viel Erfolg. Auf jeden Fall wissen sie, dass sie sehr leicht durch die ICSI schwanger werden können.
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