Johanna_B
Sehr geehrter Herr Dr. Moltrecht, meine Klinik hat heute eine erneute Follikelschau durchgeführt (ZT 13). Der größte Follikel misst 6,7 mm und das Endometrium 4,4 mm. Blut wurde auch abgenommen, die Werte müsste ich demnächst telefonisch bekommen. Ich habe von ZT 3 bis ZT 9 75 Einheiten Pergoveris täglich gespritzt, seit ZT 10 habe ich auf 100 Einheiten täglich erhöht. Wie schätzen Sie den Befund ein? Wie würden Sie weiter vorgehen? Herzliche Grüße, Johanna
Guten Abend, das schaut leider nicht so gut aus. Ggf doch Wechsel auf künstlichen Zyklus? VG
Johanna_B
Die Hormonwerte sind heute wie folgt: Estradiol: kleiner 5 ng/l LH: 18,9 U/l Progesteron: 0,2 ug/l
Johanna_B
Vielen Dank für Ihre schnelle Antwort! Würden Sie noch im aktuellen Zyklus auf den künstlichen Zyklus wechseln? Letzten Mittwoch wurde das Endometrium mit 3,6 mm vermessen, heute mit 4,4 mm (in einer anderen Einstellung heute aber auch mit nur 2,9 mm). Falls Sie in einem Wechsel noch diesen Zykus eine auch nur geringe Beeinträchtigung der Chancen sehen, warte ich gerne. Ganz herzliche Grüße und nochmals vielen lieben Dank! Johanna
Da US und Werte wie Zyklusbeginn sind, kann man direkt wechseln. VG
Johanna_B
Vielen Dank zunächst für Ihre wertvolle Hilfe! Ich soll nun morgen an ZT 15 ein letztes Mal zur Follikelschau, danach wird entschieden, ob mit der Stimulation fortgefahren wird (was wohl eher unwahrscheinlich ist) oder ob in den künstlichen Zyklus gewechselt wird (in diesem Fall soll ab morgen kein Pergoveris mehr genommen werden, sondern stattdessen Estramon 150). Wenn ich es richtig verstanden habe, soll ich aber auch dann , wenn der morgige Befund ergeben sollte, dass weder mit der Stimulation fortgefahren noch in den künstlichen Zyklus gewechselt wird, mit den Pflastern beginnen. Dies dann aber nicht zur Vorbereitung des Transfers, sondern - in Kombination mit einem Progesteronpräparat, das dann 10 Tage später hinzukommt - zum Auslösen einer Blutung (nach welcher dann im künstlichen Zyklus der Kryotransfer vorbereitet wird). Wie schätzen Sie die zuletzt genannte Möglichkeit ein? Ist dies aus Ihrer Sicht der beste Weg, wenn es nur darum geht, eine Blutung auszulösen? Oder wäre es dann vorzugswürdig, einfach abzuwarten (wobei der letzte, letztendlich ovulatorische Zyklus 3 Monate dauerte) oder die Blutung mittels Pille oder Gestagenpräparat alleine auszulösen? Ganz herzliche Grüße, Johanna
Guten Morgen, absolut ok der beschriebene Weg, vG
Johanna_B
Guten Morgen und vielen lieben Dank! Kommt es für die zuletzt beschriebene Vorgehensweise - Östrogenpflaster und später Gestagenpräparat nur zum Auslösen einer Blutung - auch darauf an, dass die Schleimhaut noch ganz flach und Estradiol noch ganz niedrig ist? Oder könnte man dies theoretisch auch später im Zyklus anwenden, wenn diese Voraussetzungen nicht mehr gegeben sind? Ich frage dies deswegen, weil ich die Wahl habe, erst zuzuwarten und überlege, ob ich diese Möglichkeit noch habe, wenn E2 zwar etwas angestiegen ist und die Schleimhaut etwas aufgebaut, aber nicht genügend für ein Gestagenpräparat alleine. Ganz herzliche Grüße, Johanna
Genau, Estradiol ist erforderlich, um einen Schleimhautaufbau zu bekommen, damit dann mit Progesteron eine Abblutung erfolgen kann. Wozu also warten? VG
Johanna_B
Vielen Dank! Der größte Follikel wurde heute mit 7,2 mm vermessen, die Schleimhaut mit 4,5 mm. E2 ist immer noch kleiner 5 ng/l, LH 23,1 U/l und Progesteron 0,3 ug/l. Ich habe mich auch gefragt, wozu das Warten dienen soll. Meine Klinik bietet mir dies an, weil sich manche Frauen wünschen, erst einmal abzuwarten, ob der Körper dies in absehbarer Zeit alleine, ohne die Einnahme von Medikamenten, regelt. Ein Stück weit fände ich das auch attraktiv, erst einmal nichts nehmen zu müssen. Ich frage mich nur, ob ich durch ein Zuwarten die Möglichkeit mit den Östrogenpflastern zum Auslösen einer Blutung verliere, wenn sich die Schleimhaut ein wenig aufbaut, der Estradiolwert ein wenig steigt - aber nicht genug, um dann nur Progesteron zum Abbluten nehmen zu können (meine Klinik meinte, E2 müsse dafür bei etwa 80 ng/l liegen). Die Einnahme der Pille würde ich jedenfalls gerne vermeiden. Wie ist Ihre Einschätzung hierzu? Ganz herzliche Grüße, Johanna
Guten Morgen, ich würde mit Estramon starten- sei es für den künstlichen Zyklus, sei es zur Blutungsinduktion. VG