Frage im Expertenforum Kinderwunsch an Dr. med. Friedrich Gagsteiger:

Fluoxetin und der Kinderwunsch des Mannes

Frage: Fluoxetin und der Kinderwunsch des Mannes

Carter

Beitrag melden

Sehr geehrter Dr. Gagsteiger, ich leide an Depressionen und an einer Zwangserkrankung und war jahrelang durch Fluoxetin gut eingestellt. nach dem Abort meiner Frau habe ich mit meiner Psychiaterin testweise das Medikament abgesetzt und nach vier Monaten geht es mir merklich schlechter so dass ich ohne ein Medikament nicht mehr leben kann. ich habe aufgrund verschiedener Studien Angst, dass mein Sperma dann schlecht wird und durch DNA Schäden meine Frau Aborte bekommen kann.   Eine kleine Studie aus den usa  mit 2x30 Teilnehmern bescheinigt dem Medikament Duloxetine, dass es keine Auswirkung auf das Sperma hat. Dafür hat es andere Nebenwirkungen, die besorgniserregend sind und die meine Zwänge und damit meinen Stress triggern.   Fluoxetin kenne ich gut und schürt lediglich die Angst, kein Vater zu werden. Meine Psychiaterin kann mir bezüglich Fertilität auch keinen Rat geben. Mein Androloge meint, niedrig dosiertes Fluoxetin wäre vertretbar. Da ich aktuell Angst gesteuert bin, suche ich überall nach Rat. vielen Dank vorab für Ihre Hilfe.


Dr. Friedrich Gagsteiger

Dr. Friedrich Gagsteiger

Beitrag melden

Ich verstehe, dass Sie sich in einer schwierigen Situation befinden, und es ist wichtig, dass Sie Unterstützung und fachkundigen Rat suchen. Es ist gut, dass Sie bereits mit Ihrer Psychiaterin und einem Andrologen in Kontakt stehen, da diese Fachleute Ihnen am besten helfen können. Ich bin jedoch nicht in alle Details ihrer Erkrankung eingeweiht und kann keine spezifischen medizinischen Ratschläge geben. In Ihrem Fall scheint es besonders wichtig zu sein, einen ausgewogenen Ansatz zu finden, der sowohl Ihre geistige Gesundheit als auch Ihren Kinderwunsch berücksichtigt. Es ist verständlich, dass Sie besorgt über die Auswirkungen von Fluoxetin auf die Fertilität und die möglichen Risiken für Ihr ungeborenes Kind sind. Die Forschung in diesem Bereich kann komplex sein, und es ist wichtig, dass Sie diese Bedenken mit Fachleuten besprechen, die Zugang zu den neuesten Studien und Informationen haben. Die Entscheidung, ein Medikament wie Fluoxetin oder Duloxetin zu verwenden, sollte immer in enger Absprache mit Ihren behandelnden Ärzten getroffen werden. Sie sollten die Vor- und Nachteile jedes Medikaments, Ihre persönlichen Umstände und Ihre Gesundheitsgeschichte berücksichtigen.  Es könnte auch hilfreich sein, eine zweite Meinung einzuholen, vielleicht von einem anderen Psychiater oder einem Fertilitätsspezialisten, der Erfahrung mit der Behandlung von Patienten hat, die ähnliche Bedenken haben. Dr. Paulus vom Embryotox Beratungsnetzwerk können Sie kontaktieren. (www.embryotox.de) Denken Sie daran, dass Ihre geistige Gesundheit sehr wichtig ist und dass es entscheidend ist, einen Weg zu finden, der sowohl Ihren emotionalen als auch Ihren reproduktiven Bedürfnissen gerecht wird. Nehmen Sie sich Zeit für Ihre Entscheidung und suchen Sie weiterhin Unterstützung. Ich wünsche Ihnen alles Gute auf Ihrem Weg.


Carter

Beitrag melden

Sehr geehrter Herr Dr. Gagsteiger, herzlichen Dank für Ihre Antwort.


Bei individuellen Markenempfehlungen von Expert:Innen handelt es sich nicht um finanzierte Werbung, sondern ausschließlich um die jeweilige Empfehlung des Experten/der Expertin. Selbstverständlich stehen weitere Marken anderer Hersteller zur Auswahl.

Ähnliche Fragen

Hallo, ich bin 28 Jahre alt und hatte letzte Woche 7.7. eine frühe Fehlgeburt in der ca. 5-6 Woche. Ich wusste bis dahin nicht, dass ich schwanger bin, da ich Ende Juni eine Blutung hatte, von der ich dachte es sei eine Regelblutung. Mein HCG Wert war am 7.7. dann 955, und ist bis heute auf 14 gefallen. Bis gestern hatten ich auch von Sonntag weg ...

Sehr geehrter Herr Dr. Emig,  mein Partner (31) und ich (35) versuchen seit genau 6 Monaten schwanger zu werden. Leider trotz bisher unauffälliger Befunde erfolglos (sehr gutes spermiogramm, eine über konstrastmittel positiv Geprüfte Eileiterdurchlässigkeit, urologische und gynäkologische Untersuchung und gute Blutwerte bis auf mein eher niedriges ...

Guten Tag  ich habe bereits eine 8 jährige Tochter geboren in der 35ssw. Ich habe auch eine Tochter von 19 Monate geboren in der 35 ssw  unteranderem hatte ich ein Abort in der 14ssw  nun in der letzten Schwangerschaft bei meiner Tochter musste ich aufgrund dem Abort in der 14 ssw Progesteron und Ass nehmen ich hatte aufgrund meines zerfixinzufi ...

Hallo Frau Dr. Sonntag, ich habe eine akute Frage zum Thema Kinderwunsch.  Mein Mann & ich (beide 32) probieren es nun seit zwei Zyklen. Ich hatte immer gedacht dass es sehr schnell funktionieren wird war aber enttäuscht dass es immer noch nicht geklappt hat. Tatsächlich habe ich vor dem Kinderwunsch ein großes Blutbild machen lassen. Und ich ich ...

Hallo Herr Schmidt, mein Mann und ich versuchen seit über 12 Monaten, schwanger zu werden. Da ich in der Vergangenheit schnell schwanger geworden bin, mache ich mir zunehmend Sorgen, dass bei mir etwas nicht stimmt. Ende 2024 hatte ich einen Abgang in der 6. Schwangerschaftswoche. Danach waren meine Zyklen direkt wieder regelmäßig, allerdings habe ...

ich bin 32 Jahre alt und versuche seit etwa zwei Jahren, schwanger zu werden. Meine Periode ist regelmäßig und mein Zyklus dauert normalerweise 26-28 Tage. Leider bin ich bisher noch nicht schwanger geworden. Ich war bereits bei einem Kinderwunsch-Spezialisten und habe verschiedene Untersuchungen durchführen lassen. Auch die Untersuchung meiner E ...

Hallo, ich habe eine Frage bezüglich Kinderwunsch und einer bevorstehenden Zahnbehandlung. Anfang November habe ich einen Termin beim Zahnarzt, bei dem mir ein Zahn gezogen werden soll. Leider fällt dieser Termin voraussichtlich genau in die Zeit meines Eisprungs. Nun frage ich mich, ob die Zahnbehandlung oder die örtliche Betäubung Auswirkun ...

Sehr geehrter Herr Prof. Dorn, Ich habe vor 3,5 Jahren ein Kind bekommen. Im ersten und zweiten Trimenon hatte ich Blutungen und habe deshalb Famenita 200 mg eingenommen, was geholfen hat. Vor der Schwangerschaft hatte ich eine normale Periode und bin bereits im ersten Zyklus schwanger geworden. Nach der Geburt und der Stillzeit, etwa 1,5 Jahre s ...

Liebe Frau Dr. Popovici, vor ziemlich genau 12 Monaten bin ich erstmals Mama geworden. Es hatte direkt im ersten ÜZ geklappt. Nun wünschen wir uns ein Geschwisterchen und versuchen es bereits seit dem Abstillen im Juli. Vor dem Abstillen hatte ich keine Periode und vermutlich auch keinen Eisprung. Direkt 3 Wochen nach dem Abstillen ging es aber w ...

Guten Tag  ich habe dieses Jahr das 3 Te mal mit meinem Mann versucht schwanger zu werden. Ich habe zwei Töchter an der Hand ich hatte vor 4 und 3 Monate biochemische Schwangerschaft gehabt . Diesen Zyklus war sehr komisch die letzte Periode war 26.9 und am 7.10 bis 9.10 hatte ich leichte Blutung am 11.10 und 12.10 waren die overlationstest poseti ...