Carter
Sehr geehrter Dr. Gagsteiger, ich leide an Depressionen und an einer Zwangserkrankung und war jahrelang durch Fluoxetin gut eingestellt. nach dem Abort meiner Frau habe ich mit meiner Psychiaterin testweise das Medikament abgesetzt und nach vier Monaten geht es mir merklich schlechter so dass ich ohne ein Medikament nicht mehr leben kann. ich habe aufgrund verschiedener Studien Angst, dass mein Sperma dann schlecht wird und durch DNA Schäden meine Frau Aborte bekommen kann. Eine kleine Studie aus den usa mit 2x30 Teilnehmern bescheinigt dem Medikament Duloxetine, dass es keine Auswirkung auf das Sperma hat. Dafür hat es andere Nebenwirkungen, die besorgniserregend sind und die meine Zwänge und damit meinen Stress triggern. Fluoxetin kenne ich gut und schürt lediglich die Angst, kein Vater zu werden. Meine Psychiaterin kann mir bezüglich Fertilität auch keinen Rat geben. Mein Androloge meint, niedrig dosiertes Fluoxetin wäre vertretbar. Da ich aktuell Angst gesteuert bin, suche ich überall nach Rat. vielen Dank vorab für Ihre Hilfe.
Ich verstehe, dass Sie sich in einer schwierigen Situation befinden, und es ist wichtig, dass Sie Unterstützung und fachkundigen Rat suchen. Es ist gut, dass Sie bereits mit Ihrer Psychiaterin und einem Andrologen in Kontakt stehen, da diese Fachleute Ihnen am besten helfen können. Ich bin jedoch nicht in alle Details ihrer Erkrankung eingeweiht und kann keine spezifischen medizinischen Ratschläge geben. In Ihrem Fall scheint es besonders wichtig zu sein, einen ausgewogenen Ansatz zu finden, der sowohl Ihre geistige Gesundheit als auch Ihren Kinderwunsch berücksichtigt. Es ist verständlich, dass Sie besorgt über die Auswirkungen von Fluoxetin auf die Fertilität und die möglichen Risiken für Ihr ungeborenes Kind sind. Die Forschung in diesem Bereich kann komplex sein, und es ist wichtig, dass Sie diese Bedenken mit Fachleuten besprechen, die Zugang zu den neuesten Studien und Informationen haben. Die Entscheidung, ein Medikament wie Fluoxetin oder Duloxetin zu verwenden, sollte immer in enger Absprache mit Ihren behandelnden Ärzten getroffen werden. Sie sollten die Vor- und Nachteile jedes Medikaments, Ihre persönlichen Umstände und Ihre Gesundheitsgeschichte berücksichtigen. Es könnte auch hilfreich sein, eine zweite Meinung einzuholen, vielleicht von einem anderen Psychiater oder einem Fertilitätsspezialisten, der Erfahrung mit der Behandlung von Patienten hat, die ähnliche Bedenken haben. Dr. Paulus vom Embryotox Beratungsnetzwerk können Sie kontaktieren. (www.embryotox.de) Denken Sie daran, dass Ihre geistige Gesundheit sehr wichtig ist und dass es entscheidend ist, einen Weg zu finden, der sowohl Ihren emotionalen als auch Ihren reproduktiven Bedürfnissen gerecht wird. Nehmen Sie sich Zeit für Ihre Entscheidung und suchen Sie weiterhin Unterstützung. Ich wünsche Ihnen alles Gute auf Ihrem Weg.
Carter
Sehr geehrter Herr Dr. Gagsteiger, herzlichen Dank für Ihre Antwort.
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