Frage im Expertenforum Kinderwunsch an Dr. med. Ute Czeromin:

Fehlgeburt

Frage: Fehlgeburt

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Guten Tag Frau Dr. Czeromin, nach ca. 5 Jahren unerfüllten Kinderwunsch und endlosen Versuchen schwanger zu werden, wollten wir mit meinem Mann (beide 38J)Abstand nehmen und uns gedanklich von diesem Thema etwas distanzieren. Wir haben dieses Jahr 4 Inseminationen nach hormonellen Behandlung in einem KiWu-Zentrum hinter uns. Alle 4 Versuche waren erfolglos. Wir sind beide organisch gesund, es wurden alle erdenklichen Untersuchungen durgeführt, inklusive Bauchspiegelung, keine konnte uns einen Grund für unsere Kinderlosigkeit nennen. Demnächst wollten wir mit IFV versuchen. Davor aber, wie schon gechrieben, uns ein paar Monate mit diesem Thema nicht beschäftigen. Schon im ersten Zyklus (!!!) nach der letzten erfolglosen Insemination bin ich im Urlaub spontan und ohne jäglicher hormonellen Stimulation schwanger geworden. Wir konnten unseren Glück nicht fassen! Leider, habe ich unser Baby in der 7 SW verloren. Ich bin unendlich traurig und verzweifelt. Meine Frauenärztin konnte zwar Ende der 5 SW die Schwangerschaft feststellen hat aber kein Embryo im Ultraschall gesehen. Auch eine Woche später nicht. Der HCG-Wert war am Anfang der 7 SW bei nur 163. Drei Tage später habe ich starke Unterleibschmerzen mit starken Blutungen bekommen. Heute Morgen war ich noch im KH zur Nachuntersuchung. Der Arzt im KH meinte, dass ich keine Ausschabung benötigen würde, weil meine Schleimhaut nur ca.5mm beträgt und auch ansonsten war nichts mehr von einer Schwagerschaft zu sehen. - Besteht noch eine Gefahr einer Eileiterschwangerschaft? - Was empfehlen Sie uns für die Zukunft? Sollen wir auf dem natürlichen Wege Versuchen oder auf Grund meines Alters uns für die IVF entscheiden? - Was muss ich sonst noch beachten? (Leider ist meine Frauenärztin im Uralub und im KH habe ich keinerlei Informationen bekommen). Viele Grüße


Dr. Ute Czeromin

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Liebe Alexandra - erst einmal tut es mir sehr leid, daß sich die spontan eingetretene Schwangerschaft nicht weiterentwickelt hat! Die Zyste kann gut noch eine Gelbkörperzyste nach Schwangerschaft sein, die in der Regel im nächsten Zyklus verschwindet. Sinnvoll ist es, zu Beginn (!) des nächsten Zyklus die Zyste zu kontrollieren, wenn sie dann noch da sein sollte, hilft eine "Pille" für einen Monat. Eine Eileiterschwangerschaft ist unwahrscheinlich, unmöglich ist eine EU, wenn der HCG-Wert im Blut nicht mehr nachweisbar ist. Trotz des SS-Eintritts würde ich Ihnen zur Aufnahme der IVF-Therapie raten, da die Wahrscheinlichkeit eines SS-Eintritts dabei größer ist - schließlich hatten Sie vor der ersten SS auch 60 Zyklen (=5 Jahre) ohne SS-Eintritts... Ich wünsche Ihnen alles Gute und hoffe, daß Sie die Trauer über die eingetretene Fehlgeburt gemeinsam mit Ihrem Mann überwinden können. MFG Ute Czeromin


Mitglied inaktiv

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Sorry, ich habe es vergessen hinzufügen, dass ich zu dem ganzen Unglück noch eine ca. 4,5 cm große Zyste habe. Wird mich die Zyste daran hindern, wieder schwanger zu werden? Muss ich sie operativ entfernen lassen oder geht sie in der Regel von alleine weg? Viele Grüße Alexandra


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