Sehr geehrte Frau Dr. Popovici, es klingt für Sie und die Mitlesenden vielleicht nach einem Luxusproblem, beschäftigt mich aber stark. Vielleicht können Sie mir ja weiterhelfen? Ich bin glückliche Solo-Mutter von zwei gesunden Kindern, die durch ICSI-Behandlungen entstanden sind. Das Sperma stammte von einer Samenbank. Es sind noch kryokonservierte Blastozysten vorhanden. Ich liebe meine Kinder über alles, bin aber manchmal am Rande meiner Kräfte und traue mir ohne Partner eine weitere Schwangerschaft, geschweige denn ein drittes Kind nicht zu. Außerdem bin ich nicht mehr die Jüngste, und bei der zweiten Geburt gab es Komplikationen. Selbst wenn ich noch einmal einen Kryotransfer wagen würde, wäre das Fehlgeburtenrisiko sicher hoch. Eine Vernichtung der Blastozysten finde ich aber ethisch/moralisch nicht vertretbar. Auf der Suche nach einer Alternative bin ich auf die Embryonenspende gestoßen. Vom Netzwerk Embryonenspende habe ich aber leider die Auskunft erhalten, diese Vorgehensweise sei im Fall einer Samenspende nicht möglich. Können Sie dies bestätigen, ggf. aus eigener Erfahrung in Ihrer Praxis? Kennen Sie zufällig die genaue Begründung? Falls es daran liegt, dass der Samenspender die Freigabeerklärung nicht unterschreiben kann: Sollte ich bei der Samenbank anfragen und die Unterlagen dorthin weiterleiten, oder macht das keinen Sinn? Herzlichen Dank im Voraus für Ihre Antwort!